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AGES: Die Ambrosia breitet sich weiter aus

Zunahme von Allergien befürchtet / Problemunkraut in der Landwirtschaft


(Wien, 11.7.2007, AGES) Aktuell ist die Hauptverbreitung der Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia), bekannt auch als Ragweed oder Beifußblättriges Traubenkraut, auf die warmen Tieflagen Ostösterreichs beschränkt. Bedeutende Vorkommen finden sich in der Südoststeiermark, im Burgenland, rund um Wien und in Teilen Ober- und Niederösterreichs. Doch unbeständige Populationen der Ambrosia konnten bereits in allen Bundesländern nachgewiesen werden, wie ein Monitoring der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, zeigt. Die Ambrosia besiedelt Brachflächen, Schuttplätze, Randstreifen von Wegen, Straßen, Autobahnen und Schienenwegen, wächst aber auch in privaten Hausgärten. Begünstigt wird ihre rasante Ausbreitung in andere Regionen Österreichs durch das milde Herbstwetter und die spät einsetzenden Fröste der vergangenen Jahre. Deshalb ist auch eine Zunahme der von der Ambrosia ausgelösten Allergien zu befürchten.

Heuschnupfen, Asthma und Ernteeinbußen

Empfindliche Menschen reagieren auf die hoch allergenen Pollen der Ambrosia mit Heuschnupfen, Asthma und allergischen Hautreaktionen. Besonders unangenehm für Allergiker ist die späte Blütezeit der Pflanze von August bis weit in den Oktober hinein, denn die Pollensaison wird dadurch um zwei Monate in den Herbst verlängert. Die Ambrosia ist auch ein bedeutendes landwirtschaftliches Unkraut, denn sie kann aufgrund ihrer ausgeprägten Konkurrenzwirkung besonders in Mais, Sonnenblumen, Soja und Ölkürbis Ertragsausfälle verursachen.

Jeder Einzelne kann helfen

Die Einschleppung und die Verbreitung der Ambrosia erfolgen über verunreinigte Futtermittel, im landwirtschaftlichen Bereich auch über verunreinigtes Saatgut. Grundsätzlich sollte daher nur von der AGES zertifiziertes Saatgut, das frei von Ambrosia-Samen ist, verwendet werden. Besonders im Vogelfutter finden sich immer wieder die nur millimetergroßen, aber charakteristisch geformten, mit fünf bis sieben Dornen besetzten Samen der Ambrosia. Mit den Dornen haften sie an Reifen und Maschinen und werden auf diese Weise entlang von Verkehrswegen wie Straßen, Autobahnen und Eisenbahnlinien sowie von Feld zu Feld verschleppt.

Jeder Einzelne kann dazu aktiv beitragen, die weitere Ausbreitung der Ambrosia zu verhindern – vor allem Hobbygärtner sollten wachsam sein. Einzelne Pflanzen sollten möglichst einschließlich ihrer Wurzeln vor der Blüte aus dem Boden herausgezogen und am besten in verschlossenen Plastiktüten über den Hausmüll entsorgt werden. Flächen mit lückiger Vegetationsdecke, wie Böschungen und Randstreifen können kontrolliert und vorhandene Pflanzen entfernt werden. Größere Bestände sollten spätestens kurz nach dem Blühbeginn gemäht werden.

Fünf Jahre AGES: Schutz für Mensch, Tier und Pflanze

Die AGES nimmt im Auftrag der Republik Österreich vielfältige Aufgaben auf dem Gebiet der Gesundheit und Ernährungssicherheit wahr. Ihr Ziel: weniger Menschen, Tiere und Pflanzen werden krank. Dazu arbeiten sieben strategische Bereiche – Landwirtschaft, Lebensmitteluntersuchung, Veterinärmedizin, Humanmedizin, PharmMed, Kompetenzzentren und Risikobewertung − interdisziplinär zusammen. In 42 Instituten und Kompetenzzentren untersuchen, begutachten und kontrollieren 1400 ExpertInnen u. a. Saatgut, Lebensmittel, Arzneimittel, Tierseuchen und Infektionskrankheiten.

Rückfragehinweise:

AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH


Unternehmenskommunikation:

DI Oskar Wawschinek
Spargelfeldstraße 191, A-1226 Wien
Tel: 050 555-250 00
E-Mail: oskar.wawschinek@ages.at

Fachlich:

Dr. Swen Follak
Tel: 050 555-333 47
E-Mail: swen.follak@ages.at

Institut für Pflanzengesundheit:

Tel: 050 555-333 26
E-Mail: pflanzengesundheit@ages.at
www.ages.at

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