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AGES stellt Aussagen von Global 2000 zu Pestiziden in Weintrauben richtig

 

Wirkstoff, der angeblich nicht gefunden werden kann, wird bereits seit 1996 standardmäßig untersucht



(Wien, 20.10.2005, AGES) Die AGES, die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, reagiert mit Verwunderung und Besorgnis auf die jüngsten Aussagen von Global 2000 über angebliche Lücken in der österreichischen Lebensmittelkontrolle: Mit Verwunderung auf die in einer Aussendung getätigte Behauptung, dass Rückstände der Pestizid-Wirkstoffe Imazalil, Thiophanatemethyl und Fenazaquin in Weintrauben nicht untersucht werden: Diese Aussage ist schlicht und einfach falsch. Mit Besorgnis, weil derartige Aussagen nur zur Verunsicherung der Konsumenten beitragen.

Global 2000 schlecht informiert


Höchst verwunderlich ist vor allem die Aussage, die AGES könne den Wirkstoff Thiophanatemethyl nicht finden: Dieser Wirkstoff wird zum Großteil zu Carbendazim abgebaut. Rückstände von Carbendazim in Obst und Gemüse werden bereits seit 1996 untersucht, auch die gesetzlichen Rückstands-Höchstwerte beziehen sich auf dieses Carbendazim. Bei 72 untersuchten Weintrauben-Proben im heurigen Jahr wurde der Rückstand vier Mal gefunden, die Mengen lagen aber immer unter dem Höchstwert. Der Wirkstoff Fenazaquin ist selbstverständlich ebenfalls im Untersuchungsspektrum der AGES enthalten. Überschreitungen der Höchstwerte werden in den AGES-Labors natürlich entdeckt und in der Folge beanstandet.

AGES-Experten stehen Global 2000 zur Verfügung


Die AGES betont noch einmal, dass die Lebensmittelsicherheit in Österreich gewährleistet ist. "Wir laden Global 2000 aber gerne ein, sich direkt bei unseren Experten über den aktuellen Stand der Untersuchungen auf Pestizid-Rückstände zu informieren", erklärt AGES-Sprecher Oskar Wawschinek.
Bei der Untersuchung von Pestizid-Rückständen liegt die AGES im europäischen Spitzenfeld. Das zeigt ein jedes Jahr durchgeführter EU-weiter Leistungs-Test, an dem sich 126 Labors aus 25 Staaten, einschließlich Norwegen und Rumänien, beteiligten. Die beiden Labors in Innsbruck und Wien gehören zu jenen bloß 36 Untersuchungsstellen, die sowohl bei der Zahl der gefundenen Wirkstoffe als auch bei der Genauigkeit der Bestimmung als "gut" eingestuft wurden.

Die AGES ist auch Teil eines europaweiten wissenschaftlichen Netzwerks zur Pestizidbestimmung. Experten aus zahlreichen Staaten tauschen sich in dieser Plattform über aktuelle Untersuchungsergebnisse und -methoden aus. Dadurch wird gewährleistet, dass das Untersuchungsspektrum ständig an die am häufigsten gefundenen bzw. an neue Wirkstoffe angepasst werden kann. So werden auch die Untersuchungsmethoden der AGES-Labors kontinuierlich erweitert.

Rückfragehinweis:
AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH

Unternehmenskommunikation:
DI Oskar Wawschinek
Spargelfeldstraße 191, A-1226 Wien
Tel: +43 (0)50 555-25000
E-Mail: oskar.wawschinek@ages.at
www.ages.at

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