Tipps zum "Internationalen Tag der Familie": Richtige Ernährung beginnt im Kindesalter

Schon Vorschulkinder ernähren sich falsch
AGES: "UNO-Familientag" zum "Familien-Ernährungstag" machen
Familien-Ernährungs-Tipps vorgestellt
 

Wien, 21.05.2004, AGES: Übergewicht entsteht nicht erst im Erwachsenenalter: Bereits im Kindesalter führen Fehler bei der Ernährungserziehung zu Übergewicht und den daraus resultierenden Krankheiten. Auch die Jüngsten sind laut des Österreichischen Ernährungsberichts davon betroffen: Geschätzte 15 Prozent aller vier- bis sechsjährigen Kinder weisen ein Körpergewicht oberhalb der empfohlenen Grenzen auf. Die meisten Fälle von Übergewicht im Kindesalter gibt es bei den Zehnjährigen.

Ist ein Kind einmal übergewichtig, wird es die überschüssigen Kilos oft nur mehr schwer los: 80 Prozent bleiben auch als Erwachsene zu dick. Die Spätfolgen von Übergewicht können schwerwiegend sein und zu Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Gicht und Beschwerden des Bewegungsapparates führen.

Zwtl.: AGES: 15. Mai zum "Familien-Ernährungstag" machen

Anlässlich des von den Vereinten Nationen gegründeten "Internationalen Tags der Familie" am 15. Mai, ruft die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, AGES, dazu auf, diesen als "Familien-Ernährungstag" zu nutzen.

An diesem Ernährungstag sollen Familien anhand eines Tagesablaufs ihre Ernährungsgewohnheiten beobachten, um zu sehen, ob in der Familie gesunde Ernährung ausreichend berücksichtigt wird. Dazu gibt die AGES folgende "Familien-Ernährungs-Tipps":

Zwtl.: Familien-Ernährungs-Tipps:

1) Planen Sie eine gemeinsame Familien-Mahlzeit am Tag, wo sich
Kinder ein Vorbild am Ess-Verhalten ihrer Eltern nehmen können!

2) Verzichten Sie im Rahmen ihres gemeinsamen Familienessens auf
Genussmittel wie Zigaretten oder Alkohol. Gehen Sie mit gutem
Beispiel voran.

3) Essen Sie lieber fünf kleine als drei große Mahlzeiten pro Tag.

4) Ernährung als sinnliches Erlebnis: Lassen Sie ihre Kinder bei
der Speiseplanung, beim Einkaufen und bei der Zubereitung der
Speisen mitwirken und auch Essenswünsche äußern!

5) Vermeiden Sie einseitige Ernährung! Vielfalt bringt Abwechslung
und ist gesund: Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Milch- und
Milchprodukte, Kartoffeln, pflanzliche Öle, Fisch und in mäßigen
Mengen Fleisch und Eier.

6) Zwingen Sie Ihre Kinder nicht zum Aufessen!

7) Sorgen Sie für kindgerecht portionierte und appetitlich
angerichtete Speisen, da bei zu großen Portionen das natürliche
Sättigungsgefühl schwer erlernt werden kann!

8) Essen soll nie Belohnung oder Bestrafung sein!

9) Achten Sie darauf, dass ihr Kind ausreichend trinkt! Sorgen Sie
dafür, dass der Zugang zu Getränken für Kinder einfach ist.
Wasser, ungezuckerte Früchte- und Kräutertees und verdünnte Obst-
oder Gemüsesäfte sind am gesündesten.

10) Wichtig ist ein vernünftiger Umgang mit Süssigkeiten. Verbote
führen nicht zum gewünschten Ziel.




Rückfragehinweis:

AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH

Fachlich:
Mag. Daniela Bubits, Ernährungswissenschafterin, AGES

Unternehmenskommunikation:

DI Oskar Wawschinek
Spargelfeldstrasse 191, A-1226 Wien
Tel: +43 (1) 732 16-4800
Mobil: +43 (664) 839 80 68
E-Mail: oskar.wawschinek@ages.at

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