Die "Neue" AGES

die "neue" AGES

Österreichs Ernährungssicherheit neu organisiert


  • 18 Bundesuntersuchungsanstalten fusioniert
  • Gesamter Ernährungszyklus "vom Boden bis zum Menschen" kontrolliert
  • Ziel: Halbierung der Zahl der Lebensmittelerkrankungen



Wien/AGES, 27.11.2003
- Die Ernährungssicherheit in Österreich ist neu aufgestellt: Ein Jahr nach Gründung der "Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit" - AGES - präsentiert sich das Unternehmen in einer völlig neuen Organisationsform. Die insgesamt 18 ehemaligen Bundesuntersuchungsanstalten aus den Bereichen Lebensmitteluntersuchung, Veterinärmedizinische Untersuchungen, Humanmedizin und Landwirtschaft haben mit der AGES fusioniert und treten in gestraffter, aber auch gemeinsam verwobener Organisationsstruktur auf.
Damit erreicht das Unternehmen zwei wesentliche Aufgaben, die ihr die beiden Eigentümer, nämlich das Bundesministerium für Land-, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, gestellt haben: Die Ernährungssicherheit in Österreich zu erhöhen und Kosten zu sparen. Das laut Gesetz von der Geschäftsführung vorzulegende Unternehmenskonzept wurde von den zuständigen Bundesministern Maria Rauch-Kallat und DI Josef Pröll im Sommer 2003 genehmigt.

Konzentration der Standorte und des Know-hows


Diese Ziele werden nach dem Unternehmenskonzept der beiden Geschäftsführer der AGES, Dr. Christine Weber und Dr. Bernhard Url, durch drei Maßnahmen erreicht:

Erstens werden die 18 ehemaligen Untersuchungsanstalten in vier strategische Geschäftsbereiche Landwirtschaft, Lebensmittel, Humanmedizin und Veterinärmedizin zusammengefasst.

Zweitens werden die vorhandenen räumlichen Strukturen besser genutzt, indem die 18 einzeln verwaltete Standorte auf elf reduziert werden, wobei die bestehenden Mitarbeiter der AGES erhalten bleiben.

Drittens werden die gesamten hochapparativen und teuren analytischen Einrichtungen in 14 Kompetenzzentren zusammengelegt, die allen strategischen Fachbereichen als AGES-interne Dienstleister zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung stehen und das Herzstück der AGES bilden.

"Die neue Organisationsstruktur wird unternehmensweit eine gemeinsame Nutzung des vorhandenen Wissens, der bestehenden Gebäude sowie der vorhandenen Geräte und Maschinen unterstützen und fördern. Dadurch ist eine Steigerung der Wirksamkeit des nunmehr ungeteilten und einheitlich strukturierten Unternehmens gegeben. Die unternehmensweite Zusammenführung erfolgt schrittweise bis zum Jahr 2007", so Weber und Url.

Der AGES steht im Jahr 2003 ein Budget von rund 80 Millionen Euro zur Verfügung, wobei 56 Millionen Euro vom Bund aufgewendet werden und 24 Millionen Euro aus Einnahmen von privatwirtschaftlichen Aktivitäten stammen.

AGES untersucht gesamten Ernährungszyklus "vom Boden bis zum Menschen"


Neu in der Untersuchung der österreichischen Ernährungssicherheit ist die gesamtheitliche Betrachtungsweise des Lebensmittelkreislaufes: "Bis zur Neuordnung der AGES haben die jeweiligen Vertreter der Bereiche Landwirtschaft, Lebensmittel, Humanmedizin und Veterinärmedizin ausschließlich Aufgaben innerhalb ihres eigenen Gebietes verfolgt. Ab sofort sind wir aber in der Lage, fächerübergreifend die gesamte Ernährungskette gemeinsam zu untersuchen. Wir gewinnen somit Erkenntnisse über den gesamten Produktzyklus, vom Boden, in dem jede Nahrungsmittelkette beginnt, bis zum menschlichen Körper, in dem die Auswirkungen der eingenommenen Nahrungsmittel sichtbar werden. Diese neue Herausforderung wird durch die gemeinsame Nutzung der Kompetenzzentren erleichtert, in denen jährlich 900.000 Proben untersucht und 7,2 Millionen Einzelanalysen durchgeführt werden".

Ziel: Halbierung der Lebensmittelerkrankungen


Die AGES wird schneller: Die Untersuchungsdauer der an die AGES weitergeleiteten Proben soll drastisch sinken, in vielen Fällen sogar halbiert werden. "Die verbesserte Serviceleistung ist ein erklärtes Ziel der Unternehmensführung. Die Geschwindigkeit von Untersuchungen ist aber nur ein Kriterium von vielen. Den Erfolg der "Neuen AGES" werden wir nämlich wesentlich am Rückgang der ernährungsbedingten Infektionskrankheiten in Österreich messen können. Beispielsweise wurden im Jahr 2002 insgesamt 7.417 Salmonellenerkrankungen bekannt. Unser Ziel ist, mit Hilfe von Informations- und Aufklärungskampagnen und verstärkter Lebensmittelkontrollen die Zahl der ernährungsbedingten Infektionskrankheiten in den kommenden zehn Jahren zu halbieren. Wenn es uns gelingt, die aufgrund von ernährungsbedingten Infektionskrankheiten entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten in Österreich deutlich zu senken, haben wir einen wesentlichen Teil der uns gestellten Aufgabe erfüllt, nämlich die Ernährungssicherheit für alle Österreicher zu verbessern", so die Geschäftsführung.

Geballtes Know-how und mehr Information


Eine besondere Stärke der AGES ist das breite Spektrum an Know-how, das die einzelnen Untersuchungsanstalten in das Unternehmen einbringen. Das Wissen um neueste Labordiagnostiken und Analysemethoden, zahlreiche Spezialisten aus verschiedensten Fachrichtungen und die umfangreiche Präsenz in nationalen und internationalen Expertengremien sind die Stärken der AGES, die es auszubauen gilt.

"Mit der Bündelung der fachlichen Kompetenzen hat die AGES die österreichweit dichteste Konzentration an Ernährungs-Know-how entlang der Lebensmittelkette. Die von uns verstärkt betriebene fachliche Informationstätigkeit zwischen den verschiedensten Akteuren in der Gesundheits- und Lebensmittelkette soll dazu beitragen, dass wir das begründete Vertrauen der Konsumenten in die österreichischen Nahrungsmittel sichern und ausbauen."

Rückfragehinweis:

Dr. Christine Weber
Dr. Bernhard Url
Geschäftsführung AGES
A-1220 Wien, Spargelfeldstraße
Tel: +43 (1) 732 16-4800
E-mail: communications@ages.at

Pressebetreuung:

Gregor Schönstein
ACCEDO Communications
A-1010 Wien, Wipplinger Strasse 31
Tel: +43 (1) 533 87 00 -16
Mobil: +43 (699) 1 301 02 16
E-mail: gregor.schoenstein@accedo.at

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