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Produktrückruf: "Skandinavischer Räucherlachs"

Die AGES informiert über einen Produktrückruf des Unternehmens Hofer KG. Eine Information des Unternehmens ergibt, dass der Verdacht der Gesundheitsgefährdung für die VerbraucherInnen besteht.

Das Unternehmen hat daher am 25.10.2010 einen Rückruf des folgenden Produkts veranlasst.


Produkt-Rückruf: Skandinavischer Räucherlachs, Almare Seafood, 200 g – haltbar bis 18. Oktober 2010 - ist wegen erhöhter Listerienwerte nicht zum Verzehr geeignet!

In einzelnen Proben des Herstellers HMF Food Production GmbH in Sattledt, Österreich, wurden bei Analysen ein erhöhter Wert von Listerien (Listeria monocytogenes) festgestellt. Eine betroffene Charge war, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 18.10.2010, in Österreich in einigen Filialen der Hofer KG erhältlich. Hofer veranlasst trotz Ablauf des Haltbarkeitsdatums einen Rückruf des Produktes „Skandinavischer Räucherlachs, Almare Seafood, 200 g, Mindesthaltbarkeitsdatum 18.10.2010“.

Das Produkt ist nicht zum Verzehr geeignet und kann von den Konsumenten in allen Hofer-Filialen zurückgegeben werden. Den Kaufpreis bekommen Kunden selbstverständlich auch ohne Kaufbeleg rückerstattet.

Für Rückfragen der Konsumenten wurde vom Hersteller HMF Food Production GmbH folgende Hotline eingerichtet:
07244 200 5050

Rückfragehinweis Medien:
Alexa Kazda-Klabouch
Stephan Scoppetta
Wolfgang Rosam Change Communications
Tel: +43 1 90 42 142 – 211 bzw. 201
Email: alexa.kazda@rosam.at;stephan.scoppetta@rosam.at


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Diese Warnung besagt nicht, dass die Gesundheitsschädlichkeit der Ware vom Erzeuger, Hersteller, Importeur oder Vertreiber verursacht worden ist.
Das Unternehmen hat seine Eigenverantwortung wahrgenommen und im Sinne des Vorsorgeprinzips gehandelt.

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Was sind Listerien?

Listerien sind hinsichtlich ihres Lebensraums anspruchslose und widerstandsfähige Bakterien. Auf Grund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien auch im Kühlschrank vermehren. Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Weichkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch und Geflügel können z. B. beim Melken und Schlachten, aber auch in der Weiterverarbeitung, verunreinigt werden.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist ohne Krankheitszeichen bzw. als Durchfall. Im Allgemeinen schützt das menschliche Immunsystem ausreichend gegen schwere Krankheitsverläufe und viele Infektionen gehen praktisch unbemerkt und ohne besondere Folgen vonstatten.

Schwere Erkrankungen kommen meist nur bei immungeschwächten Menschen vor (Krebserkrankungen, bei hochdosierter Cortisontherapie usw.). Bei ihnen äußert sich eine Erkrankung in heftigen Kopfschmerzen, starkem Fieber, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kann es zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündung oder einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, die bei rund einem Viertel der Patienten tödlich enden.

Bei Schwangeren verläuft die Erkrankung meist unauffällig, allerdings besteht die Gefahr einer Infektion des ungeborenen Kindes mit dem Risiko, dass es zu einer Früh- oder Totgeburt kommt. Infizierte Säuglinge erkranken häufig an einer Hirnhautentzündung.

Die Inkubationszeit, d. h. die Zeit zwischen der Aufnahme der Bakterien und dem Auftreten schwerer Krankheitsbeschwerden, liegt meistens bei drei Wochen. In seltenen Fällen kann die Erkrankung aber auch erst nach bis zu 70 Tagen auftreten. Wenn Beschwerden auftreten (Fieber, heftige Kopfschmerzen, Durchfall, grippeartige Symptome) sollte ein Arzt aufgesucht und auf den Verzehr eines möglicherweise Listerien-kontaminierten Lebensmittels hingewiesen werden. Der behandelnde Arzt kann dann eine Listerieninfektion in seine differentialdiagnostischen Überlegungen einbeziehen und bei Notwendigkeit einer Antibiotikabehandlung ein Antibiotikum (z. B. Amoxicillin) wählen, das auch auf Listerien optimal wirkt.

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Aktuelle Veranstaltungen

18.11.2010 - Wien
Der 3. Europäische Antibiotikatag befasst sich u. a. mit den ökologischen Folgen des Antibiotikakonsums, Arzneimittelrückständen in Böden und Düngemitteln und neuen bioaktiven Wirkstoffen.

22.11.2010 - Wien
Aktuelle Änderungen des LMSVG in Zusammenhang mit Zoonoseerregern: Rolle, Aufgaben, Arbeitsweisen und die aktuelle gesetzliche Basis für die Tätigkeiten der verschiedenen nationalen Referenzlabors der AGES werden vorgestellt und diskutiert.

 

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