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EFSA-Studie unterstreicht Österreichs Erfolg im Kampf gegen Salmonellen

Infektionen mit Salmonellen und Campylobacter zählen heute EU-weit zu den häufigsten lebensmittelbedingten Erkrankungen beim Menschen. Allein im Jahr 2008 wurden in Europa über 320.000 Erkrankungsfälle gemeldet. In Österreich ist es durch die Zusammenarbeit der AGES und den Bundesministerien für Gesundheit (BMG) und für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) gelungen, die sogenannten Zoonosen am aktuellsten Stand der Wissenschaft zu überwachen und zu bekämpfen.

Waren Salmonelleninfektionen im Jahr 2002 noch die häufigsten lebensmittelbedingten Erkrankungen in Österreich, konnte die Zahl der bestätigten Salmonelleninfektionen beim Menschen bis heute um zwei Drittel zurückgedrängt werden. Gab es im Jahr 2002 noch 8.405 humane Erstisolate, so sind es 2009 nur mehr 2.829. Selbiges möchten die Behörden künftig auch für den Durchfallerreger Campylobacter erreichen.

Österreich erfolgreich im Kampf gegen Salmonellen

Die EU-weit durchgeführten Grundlagestudien „Baseline Studies“ der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA zur Erfassung des Vorkommens von Salmonellen in Legehennen-, Mastgeflügel-, Puten- und schweinehaltenden Betrieben stellen Österreich im Vergleich mit anderen EU-Mitgliedsländern ein gutes Zeugnis in Hinblick auf die Belastung aus. Maßgeblich mitverantwortlich für diese positive Entwicklung sind die Ausbruchsabklärungen durch das AGES-Kompetenzzentrum Infektionsepidemiologie in Wien und die Arbeit der Nationalen Referenzzentrale für Salmonellen der AGES in Graz, welche gezielte Interventionen im Legehennenbestand rechtfertigten. Die von den Behörden in Zusammenarbeit mit den Geflügelproduzenten gesetzten Bekämpfungsmaßnahmen - von der Schutzimpfung über Verbesserung der Hygiene-  bis hin zu Tiersicherheitsmaßnahmen - sind Grundlage für diese drastische Senkung.

Campylobacteriose häufigste lebensmittelbedingte Infektionskrankheit

Im Jahr 2009 wurden in Österreich 5.510 humane Campylobacter-Infektionen (Campylobacteriosen) registriert. Damit stellt Campylobacteriose weiterhin die häufigste lebensmittelassoziierte Infektion in allen Bundesländern dar. Die im Jahr 2008 von der EFSA  durchgeführte und am 17.03.2010 veröffentlichte 6. Baseline Study weist darauf hin, dass ungefähr ein Drittel der menschlichen Infektionen mit Campylobacterkeimen auf den Genuss von unsachgemäß zubereiteten Geflügelprodukten zurückzuführen ist. Das heißt, sie passieren bei der Speisenzubereitung in Küchen. Zur Ausarbeitung von Bekämpfungsmaßnahmen in der Primärproduktion wurde im BMG eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um die Belastung mit Campylobacterkeimen ähnlich zu reduzieren, wie es bei Salmonellen bereits erfolgreich gelungen ist. Die AGES hat in diesem Zusammenhang mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien einen Campylobacter-Schnelltest entwickelt. Dieser Test zum direkten Nachweis von Campylobacter aus Hühnerkot erlaubt aufgrund einer einfachen Probenaufbereitungsmethode ein schnelles und sicheres Ergebnis unter Feldbedingungen in der Herde.

Küchen-Hygiene ist und bleibt beste Prävention gegen Erkrankung

Küchenhygiene ist neben den behördlichen Maßnahmen einer der Schlüssel in der erfolgreichen Bekämpfung von Erkrankungen mit Salmonellen und Campylobacter:

  • Lebensmittel - insbesondere Fleisch, Geflügel und Eier - sollen gut abgekocht und im gekochten Zustand nicht über mehrere Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt werden.
  • Nach dem Hantieren mit rohem Geflügelfleisch unbedingt gründlich Hände waschen, insbesondere bevor andere Küchenarbeiten begonnen werden.
  • Das Auftauwasser von gefrorenem Fleisch sollte sofort in den Ausguss geleert und dieser heiß nachgespült werden.
  • Sämtliche Arbeitsflächen und -geräte, die mit rohem Geflügel oder rohem Ei in Kontakt waren, sind mit Spülmittel und heißem Wasser zu reinigen.
  • Frisch zubereitete Speisen, sofern sie nicht sofort verzehrt werden, abkühlen lassen und anschließend unverzüglich im Kühlschrank aufbewahren.
  • Salmonellen und Campylobacter wachsen generell in einem Temperaturbereich von 10° bis 47° C und werden durch Einfrieren nicht abgetötet.
  • Als gesicherte Keimabtötung gilt ein Erhitzen auf über 70° C für mindestens 15 Sekunden.

Weiterführende Links:

Salmonella-Jahresbericht 2009 der Nationalen Referenzzentrale

Campylobacter-Jahresbericht 2009 der Nationalen Referenzzentrale

6. EFSA Baseline Study

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Aktuelle Fallzahlen zu Listeriose-Ausbruch 2009/2010

Bis zum heutigen Datum sind in Österreich 24 humane Listeriose-Fälle dem Listeriose-Ausbruch 2009/2010 zuzuordnen (2009: 12 Erkrankte, davon vier Todesfälle; 2010: 12 Erkrankte, ein Todesfall. Anmerkung: Der Todesfall 2010 ereignete sich zwar bereits am 26.12.2009, die Zuordnung zum Ausbruch wurde aber 2010 bestätigt. Dieser Ausbruchsfall wird daher vorerst dem Jahr 2010 zugeordnet). Vom Ausbruch betroffen sind alle Bundesländer außer Vorarlberg und Tirol. Es gibt somit seit 10.03.2010 keinen neuen Fall.

Anbei einige Verbraucher/-innen-Informationen und Hygienetipps zum Umgang mit Lebensmitteln.

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Bärlauch - Vorsicht vor Verwechslung mit giftigen "Doppelgängern"

Bärlauch (Allium ursinum L.) erfreut sich als schmackhaftes Küchenkraut in den vergangenen Jahren wachsender Popularität. Sammler sollten die Merkmale der Pflanze aber gut kennen. Denn Bärlauch hat einige giftige "Doppelgänger". Äußerlich sehen seine Blätter jenen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich. Jedes Jahr gibt es Vergiftungsfälle, die nicht selten tödlich enden. Die AGES fasst zum Frühlingsbeginn die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zusammen und gibt Tipps zum Sammeln und Zubereiten.

Was tun bei Vergiftungen?

Im Vergiftungsfall wird empfohlen, unverzüglich einen Arzt und die Vergiftungszentrale im Wiener AKH (01/406 43 43) zu konsultieren. Vermeintliche Hausmittel wie Wasser oder Milch sollte man ohne ärztlichen Rat auf keinen Fall verabreichen. Das Auslösen von Erbrechen kann sogar gefährlich sein. Die Institute für Lebensmitteluntersuchung der AGES werden jedes Jahr mit Verunreinigungen von Bärlauchblättern mit diesen giftigen Pflanzen konfrontiert.

Empfehlungen zum Sammeln und für die Zubereitung von Bärlauch

Der "wilde Knoblauch“ wird in der Volksmedizin als Mittel gegen Arteriosklerose und hohen Blutdruck verwendet. Auch als Entschlackungs-Pflanze und kulinarische Gaumenfreunde hat das gesunde Kraut seine Fans, die es für Aufstriche, in Suppen und Soßen oder im Salat verwenden.

  • Die Blätter sollten blattweise geerntet werden. Wer ganze Flächen büschelweise ausreißt, riskiert eher, dass Blätter mitgeerntet werden, die nicht zum Verzehr geeignet sind.
  • Bärlauchsammler sollten die Pflanze mit all ihren Merkmalen gut kennen, um sie sicher von den Doppelgängern unterscheiden zu können.
  • Wer sich nicht sicher ist, sollte lieber die Finger von wildem Bärlauch lassen und auf Bärlauch aus dem Gemüseregal zurückgreifen.
  • Bärlauchblätter vor dem Verzehr bzw. dem Einfrieren einzeln gründlich unter heißem fließenden Wasser waschen.
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Bekämpfung der illegalen Fischerei (IUU)

Auch ein Binnenland wie Österreich ist ein wertvoller Mitstreiter im Kampf gegen die illegale Fischerei. Das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) ist die zuständige Behörde. Das BAES überprüft Fangbescheinigungen im Rahmen der Einfuhr und Wiederausfuhr von Fischereierzeugnissen in den EU-Raum. Weiterführende Informationen im Zusammenhang mit der diesbezüglichen Behördentätigkeit finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Ernährungssicherheit.

Die illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei (illegal, unreported and unregulated fishing - kurz IUU) stellt weltweit eine große Bedrohung für die nachhaltige Bewirtschaftung der Meeresressourcen dar - mit großem Schäden für die Meeres-Umwelt und andere Tierarten. Fänge werden nicht oder nicht richtig gemeldet und tragen somit zur Überfischung bei. Nach jüngsten Schätzungen beläuft sich der weltweite „Umsatz“ der IUU-Fischerei auf über 10 Milliarden Euro. Die aus illegaler Fischerei stammenden Einfuhren in die EU betragen nach vorsichtigen Schätzungen jährlich 1,1 Milliarden Euro.

Das Europäische Parlament und die Europäische Kommission haben daher gefordert, den Kampf gegen die IUU-Fischerei energischer voranzutreiben. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten untereinander und mit Drittländern wird gewährleistet, dass die Fangbescheinigungsregelung über die gesamte Lieferkette „vom Netz bis auf den Teller“ vorschriftsmäßig angewandt werden kann. Überwacht werden insbesondere Fischereierzeugnisse wie Fische, Krebstiere, Weichtiere und andere wirbellose Wassertiere aus Meeresfängen. Ausgenommen sind beispielsweise lebende Zierfische und Süßwasserfische sowie Aquakulturerzeugnisse aus Jungfischen und Fischlarven.

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Aktuelle Veranstaltungen

25.03.2010 - Wien
“2. Österreichisches Sojasymposium”
Das Symposium des Vereins Soja Österreich steht unter dem Motto „Hunger auf Neues!“ und bietet die Gelegenheit, Kontakte zu Fachexperten/-innen aus dem Ernährungs- und Gesundheitsbereich zu knüpfen und im gegenseitigen Austausch Strategien für eine Wende hin zu einer gesunden Ernährungsweise zu erarbeiten.

22./23.04.2010 - Wien
Internationaler Arzneimittelfälschungskongress
Internationale Sprecher/-innen beleuchten die Aktivitäten im Kampf gegen die Arzneimittelkriminalität. Zusätzlich veranschaulicht ein Aussteller-Bereich die Thematik und die Maßnahmen, die gegen Arzneimittelfälschungen gesetzt werden.

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Aktuelle Folder & Broschüren

Evaluierung des österreichischen Tuberkulose-Surveillancesystems

Die Tuberkulose (TBC) ist in Österreich seit 1968 eine meldepflichtige Erkrankung. Seit Jänner 2009 ist ein web-basiertes elektronisches Meldesystem (EMS) in Österreich operativ. Daten werden direkt von den Verantwortlichen der TBC-Fürsorgestelle der Bezirksverwaltungsbehörden oder Magistrate eingegeben. Auch die Daten über die Resultate der Isolat-Resistenzuntersuchung werden von der Nationalen Referenzzentrale für TBC in das EMS eingegeben. Die bis 2008 von der nationalen TBC-Referenzzentrale geführte Nationale TBC-Datenbank ist seit Beginn 2009 nicht mehr aktiv.

Die vorliegende Evaluierung des österreichischen Tuberkulose-Surveillancesystems stellt die erstmalige systematische Bewertung eines österreichischen Surveillancesystems nach vorgegebenen Qualitätskriterien dar. Das österreichische Tuberkulose-Surveillancesystem kann grundsätzlich als sehr gut bewertet werden. Verbesserungsmöglichkeiten bestehen unter anderem in einer Bundesländer überschreitenden Standardisierung der Vorgehensweise und einer gezielten Bereinigung der im Rahmen der Etablierung des epidemiologischen Meldesystems aufgetretenen Schwachstellen.

Die österreichische Ernährungspyramide - 7 Stufen zur Gesundheit

Die Arbeitsgruppe des Obersten Sanitätsrats (OSR) "Public Health – Ernährung" hat unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze (Institut für Sozialmedizin, Medizinische Universität Wien), koordiniert durch das Kompetenzzentrum Ernährung & Prävention der AGES, eine akkordierte Version der Ernährungspyramide entwickelt.

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