
- Weizenprobe

- Kartoffelprobe
Elektrophoretische Sortenbestimmung
von Kartoffeln und Getreide
Grundlage für diese chemotaxonomische Sortenidentifikation ist das elektrophoretische Verteilungsmuster von Vorratsproteinen, das für die Sorte charakteristisch und von ökologischen Faktoren unabhängig ist.
Bei der Kartoffel werden die Proteine des Knollensaftes aufgetrennt, bei den Getreiden werden bestimmte Proteinfraktionen aus dem Einzelkorn extrahiert.
Sortenkontrolle ist für Züchter, Export, Zertifizierung, Kontraktüberprüfung und Konsumenten von Bedeutung und wird in der Qualitätsklassenverordnung für Kartoffel gefordert.
Getreide
Referenzmaterial ist das Standardmuster der Sorte aus dem Institut für Saatgut der AGES. Zur elektrophoretischen Charakterisierung einer neu zugelassenen Sorte werden 100 Körner beurteilt.
Für die Feststellung der Sortenreinheit einer Probe werden 100 Einzelkörner untersucht, zur Sortenechtheitsüberprüfung 30 Körner.
Weich-, Hartweizen, Dinkel, Triticale: Identifizierung durch Auftrennung der Gliadine des Einzelkorns
Gerste: Identifizierung durch Auftrennung der Hordeine
Hafer: Identifizierung durch Auftrennung der Avenine
Analysenkosten: TP7770,7780, 7790, 7800
Kontakt: Kompetenzzentrum Biochemie
Kartoffel
Als Referenzmaterial dienen die Standardsortenknollen des Instituts für Sortenwesen der AGES. Zur Überprüfung der Sortenechtheit und -reinheit einer Probe werden 6 Knollen aus einem Muster von mindestens 20 Knollen analysiert; befindet sich eine Fremdknolle unter diesen 6, müssen 9 weitere Knollen dieses Musters zur Abklärung des Vermischungsgrades untersucht werden.
Die Identifizierung der Sorte erfolgt durch den direkten elektrophoretischen Vergleich von Probe und Standard
Dauer der Untersuchung: 1-2 Tage
Analysenkosten: TP 7740
Kontakt: Zentrum für Analytik & Mikrobiologie / ZAM Linz
Hermann Hörtner
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien
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