Ausprägungsstufen der Sorteneigenschaften
Erklärung im Detail
- Das in den Tabellen genannte „Züchterland“ bezieht sich auf den Ursprungszüchter.
- Die Eigenschaften werden meist mit Ausprägungsstufen (Noten von 1-9) beschrieben. Niedrige Noten bedeuten im Allgemeinen eine günstige und hohe eine ungünstige Ausprägung, eine mittlere Ausprägung wird mit der Note 5 bewertet, für einige Merkmale werden Zwischennoten vergeben.
- In Einzelfällen ist die „1 = Günstig, 9 = Ungünstig – Regel“ nicht zutreffend. Bei Weichweizen ist die Skalierung der Backqualitätsgruppe gestürzt (9 = sehr hohe Backqualität, 1 = sehr niedrige Backqualität). Langhalmige Getreidesorten werden mit hohen Noten (d.h. ungünstig) bewertet. Für Biobedingungen sind jedoch mittellang- oder langhalmige Sorten in Hinblick auf die Unkrautunterdrückung meist sinnvoller. Auch Betriebe mit erhöhtem Einstreubedarf bevorzugen derartige Genotypen. Weiters sind Ackerbohnen- oder Körnererbsensorten mit hohem Tausendkorngewicht (d.h. niedriger Ausprägungsstufe) aufgrund der Saatgutkosten weniger erwünscht.
- Eine hohe Ausprägungsstufe bei Krankheiten (z.B. Note 7, 8 oder 9) bedeutet nicht, dass zwangsläufig mit einem starken Befall zu rechnen ist. Denn in einigen Gebieten sind bestimmte Krankheiten generell unbedeutend (z.B. Rhynchosporium der Gerste und Septoria tritici des Weizens in Ostösterreich, Gerstenmehltau in Kärnten, Roggenmehltau im Mühl- und Waldviertel).
- Ist die Datenbasis nicht ausreichend, wird die Sorte im betreffenden Merkmal vorläufig beurteilt (Note in Klammer gesetzt) bzw. nicht eingestuft. Einzelne Krankheiten (z.B. Pseudocercosporella-Halmbruch und Schwarzbeinigkeit des Getreides, Zwergsteinbrand) sind aufgrund einer geringen Zahl geeigneter Ergebnisse nicht beschrieben.
- Die Einstufungen beziehen sich im strengen Sinne nur auf die jeweilige Pflanzenart. Bei einigen Merkmalen (z.B. die Mehrzahl der Qualitätseigenschaften von Weichweizen, Durumweizen, Gerste, Triticale und Hafer) wurden die Skalen so gelegt, dass näherungsweise auch ein Vergleich zwischen der Winter- und Sommerform dieser Getreidearten möglich ist. Bei Mais und Kartoffel ist eine exakte Vergleichbarkeit nur innerhalb der Reifegruppen gegeben.
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