Rückstandsverhalten von Pflanzenschutzmitteln

Durch den Einsatz von Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft kann es zu Rückständen von Pflanzenschutzmitteln auf oder in den behandelten Pflanzen und somit auch auf den Erntegütern kommen. In der Regel gehen Pflanzenschutzmittelrückstände auf eine direkte Behandlung der Pflanzen mit Pflanzenschutzmitteln zurück, im Einzelfall ist aber auch eine Wirkstoff- bzw. Metabolitenaufnahme aus dem Boden durch nachfolgende Kulturen möglich. Durch Pflanzenschutzmittelrückstände in Futtermitteln kann es auch in Lebensmitteln tierischer Herkunft (z.B. Milch, Eier, Fleisch, Innereien) zu Belastungen kommen.

Da die Höhe der zulässigen Rückstände auch durch toxikologische Parameter des Pflanzenschutzmittelwirkstoffes gesteuert wird, ist die absolute Höhe der Rückstände nicht automatisch gleichzusetzen mit dem möglichen Risiko für den Konsumenten.

Die Höchstmengen für Pflanzenschutzmittelrückstände auf Lebensmitteln sind mit 1.9.2008 durch das Inkrafttreten der VO (EG) Nr. 396/2005 EU-weit harmonisiert. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Bewertung von Pflanzenschutzmittelrückständen auf Lebensmitteln finden Sie auf den folgenden Seiten:

Fachbereich physikalisch-chemische Eigenschaften

Die Begutachtungen werden sowohl im Rahmen des nationalen Zulassungsverfahrens als auch im Zuge der EU Wirkstoffbewertung durchgeführt.

Die Identität beinhaltet das Reinheitsprofil des Wirkstoffes und die Zusammensetzung der Pflanzenschutzmittel.
Physikalisch-chemischer Eigenschaften des Wirkstoffes (z.B. Dampfdruck, Schmelzpunkt) liefern Daten, auf denen u.a. die Bewertungen toxikologischer, ökotoxikologischer und rückstandsrelevanten Eigenschaften basieren. Die physikalische Prüfung des Pflanzenschutzmittels dient der Abschätzung der Haltbarkeit und des Verhaltens während der Applikation (z.B. Schaumbeständigkeit, Emulgierverhalten).
Die Überprüfung der Analysenmethoden gewährleistet, dass mit allgemein gebräuchlicher Laborausrüstung die Identität des Wirkstoffes und auch dessen Gehalt im Pflanzenschutzmittel bestimmt werden können. Analytische Methoden werden aber auch benötigt, um Rückstände in Lebensmitteln und Trinkwasser hinsichtlich der gesetzlich festgelegten Höchstwerte kontrollieren zu können und eventuelle ökotoxikologisch relevante Rückstände (in Boden, Wasser, Luft) sicher analytisch erfassen zu können.

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