Wilde Fingerhirse (Eleusine indica)

Pflanzenmerkmale

Keimblätter:

-

Stängel:

büschelförmig wachsendes Gras, 30-90 cm hoch, Halmknoten kahl

Blätter:

Blattspreite 3-8 mm breit, zuweilen am Blattgrund mit einzelnen Wimperhaaren besetzt, Blattscheide ebenfalls im oberen Teil mit Wimperhaaren. Blatthäutchen kurz, gezähnt und mit einzelnen Wimperhaaren besetzt

Blüten:

Blütenstand mit 3-8 (15) Ähren, Ährchen etwa 4-5 mm groß, mit 3-6 Blüten, nur an einer Seite der dreieckigen Ährenspindel

Samen/Frucht:

Samen bräunlich-schwarz, an der Oberfläche fein gekörnt

Standort und Verbreitung
Die Wilde Fingerhirse (Familie: Poaceae) ist sehr wärmebedürftig, stellt aber an den Boden keine Ansprüche. Für stärkeres Auftreten ist jedoch eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit notwendig. E. indica ist in den Tropen und Subtropen weit verbreitet. Ursprünglich ist sie in Afrika beheimatet. Sie gilt in südlichen Regionen (Südtirol, Friaul-Julisch Venetien) als eingebürgert. In Österreich wurde E. indica bislang nur selten und unbeständig verwildert in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Steiermark nachgewiesen. Inzwischen kommt sie aber auch lokal in Äckern in der Südoststeiermark vor, wobei vor allem Maisfelder betroffen sind.

Bedeutung
Zurzeit ist ihre Bedeutung jedoch als gering einzuschätzen. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die wärmeliebende Pflanze weiter ausbreiten wird. Sie ist eine C4-Pflanze und profitierte daher besonders von den warmen Sommer- und milden Herbsttemperaturen der letzten Jahre.Wegen des raschen Wachstums ist in vielen Kulturen eine Bekämpfung bis zum Schließen des Bestandes erforderlich. Aufgrund des fest gefügten Wurzelwerks ist eine mechanische Bekämpfung schwierig, allerdings ist E. indica gegenüber einer Vielzahl von Herbiziden empfindlich. Gleichwohl sind zahlreiche resistente Biotypen insbesondere in den USA bekannt.

Besonderheiten/Anmerkungen
Die Art gehört zu den wichtigsten Unkräutern in den Tropen und Subtropen. Nach HOLM ist die Pflanze auf dem 5. Platz der World Worst Weeds.

Wilde Fingerhirse in Mais (© S. Follak/ AGES, Wien)
Blütenstand der Wilden Fingerhirse (© S. Follak/AGES, Wien)

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