Gemeiner Stechapfel (Datura stramonium)
Pflanzenmerkmale
Keimblätter: | lang, schmal, lanzettlich, zugespitzt |
Stängel: | aufrecht, kahl, meist reich gabelästig verzweigt, bis zu 150 cm hoch, bei üppiger Entwicklung auch viel größer |
Blätter: | oberseits dunkelgrün, lang gestielt, eiförmig, spitz, gelappt, z. T. sehr groß (20 cm Durchmesser) |
Blüten: | bis zu 8 cm lange weiße Trompetenblüten, trichterförmig, fünfzipfelig, Juli bis Oktober |
Samen/Frucht: | eiförmige, elliptische oder kugelförmige vierkammerige Kapsel, jeweils bis zu 500 scheiben- bis nierenförmige, zumeist schwarze Samen |
Standort und Verbreitung
Der Gemeine Stechapfel (Familie: Solanaceae) ist wärmebedürftig und bevorzugt nährstoffreiche Lockersande und andere leicht erwärmbare Substrate. Im östlichen Niederösterreich (Weinviertel, Marchfeld) und nördlichen Burgenland (Seewinkel) gehört der Stechapfel zur Unkrautvegetation in Gemüse- und Maiskulturen. Seit wenigen Jahren ist auch eine stetige Zunahme und Verbreitung in den südlichen Bundesländern zu beobachten. Im Siedlungsraum findet man den Stechapfel häufig auf Kompostplätzen, Gartenmüllhaufen und in aufgelassenen Gärten.
Bedeutung
Der Gemeine Stechapfel ist sehr konkurrenzstark und vor allem in Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben problematisch. Die Art ist charakterisiert durch eine lange Auflaufperiode und eine kontinuierliche und hohe Samenproduktion. Der Gemeine Stechapfel wird von einigen Herbiziden nicht erfasst.
Besonderheiten/Anmerkungen
Der Gemeine Stechapfel stammt ursprünglich aus Mexiko und hat sich in den wärmeren Zonen Süd- und Südosteuropas etabliert. Der Stechapfel kommt häufig mit anderen Neophyten auf landwirtschaftlichen Flächen vor, insbesondere mit anderen thermophilen - z. T. als Zierpflanzen genutzten - Solanaceen (z.B. Nicandra physaloides).

- Stechapfel im Keimblattstadium: lang, schmal, lanzettlich, zugespitzt

- Trichterförmige Blüte des Stechapfels

- Kapsel des Stechapfels

- Stechapfel in Kartoffel

- Vierkammerige Kapsel des Stechapfels mit schwarzen Samen
Bilder: © S. Follak/AGES, Wien
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