Schadorganismus-Risikoanalyse für Metcalfa pruinosa Say
Pest Risk Analysis for Metcalfa pruinosa Say
Einleitung
Die Bläulingszikade Metcalfa pruinosa stammt ursprünglich aus Nordamerika, wurde jedoch durch Pflanzenimporte nach Italien gebracht. In den darauf folgenden Jahren breitete sie sich zunächst in ganz Italien und den angrenzenden Ländern Slowenien, Teilen Frankreichs und der Schweiz aus. Bis 2008 wurde sie aus insgesamt 15 europäischen Ländern gemeldet.
Der Neuankömmling konnte sich innerhalb weniger Jahre massenhaft vermehren, da er in Europa keine effektiven natürlichen Gegenspieler hat. Die Folge waren zum Teil starke Qualitätsschäden im südosteuropäischen Obst- und Weinbau, verursacht durch Honigtau, den die Pflanzensaft saugende Zikade in großer Menge ausscheidet und auf dem sich anschließend störende Schwärzepilze bilden.
2003, wurde M. pruinosa das erste Mal massenhaft in Wien entdeckt. Es wurde eine Risikoanalyse erstellt, um ihre wirtschaftliche Bedeutung für den Obst-, Wein- und Zierpflanzenbau in Österreich zu beurteilen. Im Zuge der Risikoanalyse wurden die wichtigsten Eintrittswege (Pflanzenhandel von Laubbäumen und –sträuchern, Straßenverkehr), die zur Etablierung geeigneten Gebiete in Österreich, das Ausbreitungspotenzial sowie die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf bestimmte gefährdete Kulturen analysiert.
Die Risikoanalyse für Metcalfa pruinosa wurde unter dem Titel:
“Pest risk analysis of Metcalfa pruinosa in Austria", (2010) im Journal of Pest Science, Volume 83, Issue 4 Page 381-390 veröffentlicht und kann auf SpringerLink unter der folgenden DOI abgerufen werden:
http://www.springerlink.com/content/y10661671431u144/
Poster: “Pest Risk Analysis for Metcalfa pruinosa Say”
AGES
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