Birnblattpockenmilbe (Eriophyes pyri)

- Birnblattpockenmilbe (© P. P. Kohlhaas, AGES/Wien)
Einleitung
Die Birnblattpockenmilbe (Eriophyes pyri) ist eine im Kernobst vorkommende Gallmilbe, die bei starkem Befall einen Großteil der Blätter und der Blattflächen mit Pocken bedeckt, wodurch die Ernährung des Baumes gestört wird und damit die Triebbildung. Sie tritt vor allem in Baumschulen häufig auf.
Schadorganismus
Die Birnblattpockenmilbe gehört zu den winzigen Vertretern der Gallmilben (Eriophyidae). Die mikroskopisch kleine, mit bloßem Augen nicht sichtbare, wurmförmige Gallmilbe (nur 0,2 mm lang) dringt ins Blattinnere ein und verursacht die krankhaften Wucherungen (Pocken). Das von den Milben bewohnte Blattgewebe stirbt ab und die Milben verlassen die Pocken, um neue Blätter zu besiedeln. Es gibt mehrere Generationen jährlich. Die Gallmilben der letzten Brut überwintern gruppenweise zwischen Knospenschuppen. Beim Austrieb wandern sie dann auf die Blättchen, bilden dort eine Pocke und legen in diese mehrere Eier, aus denen bald junge Milben schlüpfen.
Symptome
Im Frühjahr sind an der Ober- und Unterseite der Blätter pockenartige Gebilde zu sehen, die zunächst grün und rötlich sind, sich aber bald schwarzbraun verfärben.
Wirtspflanzen
Die bevorzugte Wirtspflanze ist Birne, seltener ist sie auch auf Apfel.
Verbreitung
Die Birnblattpockenmilbe tritt weltweit an ihren Wirtspflanzen auf.
Bekämpfung
Eine gezielte Bekämpfung ist nur zur Zeit des Austriebs möglich, wenn die Milben ihre Winterquartiere verlassen haben, bevor die ersten Gallen entstehen. Es können Netzschwefelpräparate und zur Bekämpfung frei lebender Gallmilben geeignete Akarizide eingesetzt werden (s. Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel).
Nachhaltige Pflanzenproduktion
Institut: Nachhaltige Pflanzenproduktion
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