Schadorganismus (incl. Biologie)

Kartoffelzystennematoden
Bei den Kartoffelzystennematoden handelt es sich um 2 Arten der Fadenwürmer (Nematoda) aus der Familie Heteroderidae: Globodera rostochiensis (Gelbes Kartoffelzystenälchen) und Globodera pallida (Weißes Kartoffelzystenälchen). Jede Art bildet wiederum verschiedene Pathotypen bzw. Virulenzgruppen aus.

Eier und Larven der Kartoffelzystennematoden (© Gabl, AGES)
Zysten der Kartoffelzystennematoden (© Chalusch, AGES)

Kartoffelzystennematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die im Boden leben und die Wurzeln parasitieren. Der Entwicklungszyklus der Kartoffelzystennematoden erfolgt über das Eistadium und die wurmförmigen Larvenstadien (L1 - L4) bis zu den geschlechtsreifen Tieren in ca. 8 Wochen. Die Larven überdauern geschützt in Zysten im Boden. Erst wenn sie durch bestimmte Stoffe in den Wurzelausscheidungen der Kartoffelwurzel angelockt werden, verlassen sie (2. Larvenstadium) die Zyste bzw. schlüpfen (ab etwa März). Danach dringen sie in die Wurzel ein und beeinträchtigen durch ihre Saugtätigkeit das Wurzelwachstum. Durch mehrere Häutungen entwickeln sie sich über das 3. und 4. Larvenstadium zu Weibchen und Männchen. Die Weibchen schwellen zu kugelförmigen Gebilden an und platzen mit ihrem hinteren Körperabschnitt aus dem Wurzelgewebe heraus. Die beweglichen, wurmförmigen Männchen wandern aus der Wurzel und befruchten die Weibchen. Die von den Weibchen produzierten Eier (bis zu 300 oder mehr) verbleiben im Körperinneren, danach stirbt das Weibchen. Die Außenhaut wandelt sich in eine feste, braune Schale (Zyste) um und fällt von der Wurzel ab. Diese Zysten überdauern jahrelang (bis zu 20 Jahren) lebensfähig im Boden. Pro Jahr gibt es 1 Generation.

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