Vorbeugung und Bekämpfung

Kulturtechnische Bekämpfungsmaßnahmen
Frisch geschlüpfte Junglarven können nur ca. 0,5 m weit wandern. Wenn sie in diesem Radius um die Eiablagestelle nicht auf Nahrung (Maiswurzeln) stoßen, sterben sie ab. Die einfachste, effizienteste und billigste Bekämpfungsmethode ist daher eine Fruchtfolge mit Mais erst im 2., besser im 3. Jahr. Zusätzlich muss das Auflaufen von Mais in Folgekulturen verhindert werden, da diese Pflanzen als Befallsherde dienen könnten.
Pflanzenstärkende Maßnahmen helfen bei der Bekämpfung, z.B. eine frühe Saat in ein optimal vorbereitetes Saatbett, ausreichende und zeitgerechte Düngung, fachgerechte Unkrautbekämpfung, Bewässerung, sowie die Auswahl von Sorten mit starkem Wurzelwachstum bzw. einer hohen Wurzelregeneration. In der klassischen Resistenzzüchtung werden Fortschritte gemacht, praxisreife Sorten stehen aber noch nicht zur Verfügung.

Chemische Bekämpfung
Die Bekämpfung der ausgewachsenen Käfer ist aufgrund der Kulturhöhe zur Hauptflugzeit nur mit Stelzentraktoren möglich. Eine Bekämpfung der Larven mit Bodeninsektiziden (Granulate und Spritzapplikationen) oder einer Beizung des Saatgutes ist technisch einfacher. Letzteres ist in Österreich die gängigste Bekämpfungsmethode. Alle chemischen Maßnahmen sind im Vergleich zur Fruchtfolgewirtschaft nur mäßig wirksam (60-80%). Informationen über den aktuellen Zulassungsstand der verschiedenen Pflanzenschutzmittel in Österreich gegen den Maiswurzelbohrer bietet das Verzeichnis der in Österreich zugelassenen Pflanzenschutzmittel der AGES.
www.psm.ages.at

Biologische / Biotechnische Alternativen
Der Einsatz natürlicher Feinde (z.B. Nematoden gegen die Larven) und biotechnischer Methoden (z.B. Lockstoff- und Insektizidkombinationen zur Reduktion der Käferpopulationen) befindet sich noch im Versuchsstadium, könnte zukünftig jedoch auch in Österreich eine wichtige Rolle spielen.

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