Verbreitung

Der Maiswurzelbohrer ist in Nordamerika seit Jahrzehnten weit verbreitet und vor allem im intensiv für den Maisanbau genutzten Mittleren Westen („corn belt“) ein gefürchteter Schädling. In Europa wurde er zum ersten Mal 1992 in der Umgebung von Belgrad festgestellt. Wahrscheinlich wurde er durch den Flugverkehr nach Serbien eingeschleppt. In den folgenden Jahren breitete sich der Maiswurzelbohrer auf natürlichem Wege am Balkan und in den benachbarten Regionen aus. Im Laufe von 15 Jahren entstanden auf diese Weise zwei große, zusammenhängende Befallsgebiete, eines im Südosten und Osten Europas, welches auch wichtige Maisanbaugebiete in Österreich einschließt, sowie ein zweites in Norditalien. Hinzu kommen zahlreiche kleinere, isolierte Befallsausbrüche, welche meistens in der Nähe von Flughäfen oder ähnlichen großen Güterumschlagplätzen liegen, z.B. in Italien, Frankreich, England, in den Niederlanden und in der Schweiz.

 

Eine weitere Ausbreitung in Europa lässt sich nicht verhindern, kann aber gebremst werden. Karten zur aktuellen Verbreitung des Maiswurzelbohrers in Europa und den USA finden sich im Internet auf den Seiten der Purdue-University.

http://www.entm.purdue.edu/wcr

In Österreich wurden die ersten Maiswurzelbohrer im Sommer 2002 nahe der slowakischen Grenze gefangen. Seitdem breitete sich der Käfer kontinuierlich weiter nach Westen aus und hatte sich in den wichtigen Maisanbaugebieten in Niederösterreich, der Steiermark und im Burgenland in den folgenden 5 Jahren etabliert. In Oberösterreich setzt sich der Käfer zurzeit hauptsächlich im Donauraum fest. In Kärnten und in Tirol wurden 2008 erste vereinzelte Käferfunde gemeldet. Während sich die Käfer in Kärnten 2009 weit in das Klagenfurter Becken hinein ausbreiten und etablieren konnten, wurde das isolierte Befallsvorkommen in Tirol noch einmal ausgerottet, sodass dort 2009 keine Käfer festgestellt werden konnten. Im Gegensatz dazu wurde im selben Jahr aus Salzburg zum ersten Mal ein isoliertes Vorkommen in der Nähe der dt. Grenze bei Freilassing festgestellt. Als einziges österreichisches Bundesland war bis Ende 2009 nur mehr Vorarlberg n noch nie mit Diabrotica-Befall konfrontiert. Über den AGES-Geoserver sind jährlich aktualisierte GIS-Karten zur Verbreitung des Maiswurzelbohrers in Österreich online verfügbar.

Diese Abbildung zeigt eie Karte von Österrreich mit den Fundorten des Maiswurzelbohrers

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