Schadsymptome und Schäden
Wirtschaftlich bedeutend sind in erster Linie die unterirdischen Schäden durch die Larven des Maiswurzelbohrers. Junglarven fressen zunächst an den Haarwurzeln, spätere Stadien fressen an den äußeren Schichten größerer Wurzeln bzw. bohren sich in das Wurzelgewebe ein (Name!). Diese Fraßschäden beeinträchtigen den Wasser- und Nährstofftransport, begünstigen Infektionen durch Pilze und führen zum Verlust der Standfestigkeit. Bei starkem Befall kann der Wurzelballen vollständig vernichtet werden, wodurch die Pflanzen ihre Standfestigkeit verlieren und leicht umbrechen. Nach anfänglicher Lagerung richten sich geschädigte Pflanzen an Sekundärwurzeln wieder auf und krümmen sich nach oben. Pflanzen mit einem derartigen „Gänsehals“ bereiten bei der mechanischen Ernte große Probleme.
Die Käfer fressen an oberirdischen Teilen der Pflanzen, vorwiegend an Pollen, Narbenfäden, milchreifen Körnern und frischen Blättern („Fensterfraß“ wie beim Getreidehähnchen). Diese Schäden erlangen nur unter bestimmten Bedingungen Bedeutung, etwa wenn die Maisblüte mit der Hauptflugzeit der Käfer zusammenfällt und die Befruchtung der Kolben durch abgefressene Narbenfäden beeinträchtigt wird.
In den USA ist der Maiswurzelbohrer der bedeutendste Schädling an Mais. Verluste um 30% sind keine Seltenheit, in einzelnen Fällen wurden Spitzenwerte bis zu 80% Ernteverlust festgestellt. Die Kosten zur Bekämpfung des Schädlings sind enorm und haben ihm den Spitznamen „Milliarden-Dollar-Käfer“ eingebracht. In Europa wurden aus Serbien, Ungarn und der Slowakei bereits Verluste bis 50% gemeldet.
Nachhaltige Pflanzenproduktion
Institut: Nachhaltige Pflanzenproduktion
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien
Autor/Autorin kontaktieren
Weitere Artikel des Autors / der Autorin
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit


