Verbreitung

Flavescence dorée
In Frankreich tritt die Krankheit seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf. Flavescence dorée ist in vielen Weinbauregionen weit verbreitet, insbesondere im Süden und Südwesten, in Aquitaine (Bordeaux), in Languedoc-Roussillon und in Midi-Pyrénées. In diesen Regionen werden immer wieder neue Ausbrüche nachgewiesen. Weiters tritt sie in Korsika, im Jura, in der Provence und in Rhône-Alpes auf, nur sporadisch in Burgund, in der Champagne, sowie in den Regionen Centre und Pays de Loire. Die nördlichen Regionen Champagne-Ardenne, Lothringen und Elsass haben Schutzgebietsstatus.
In Italien ist Flavescence dorée in den meisten nördlichen Regionen weit verbreitet. In den letzten Jahren wurden Ausbrüche in Piemonte in der Lombardei und im Veneto beobachtet. Die Krankheit breitet sich in Ligurien und in der Emilia-Romagna aus und wurde in Teilen Trentino-Alto Adiges und der Toskana gefunden. 75% der italienischen Rebschulproduktion ist in Friaul-Julisch Venetien. Flavescence dorée tritt dort seit den achtziger Jahren auf, hauptsächlich in den Teilen der Provinz Pordenone. In den südlichen Regionen Italiens wurde die Krankheit bislang nicht gefunden. Eine dieser Regionen (Basilicata) hat Schutzgebietsstatus.
In Spanien wurde Flavescence dorée zum ersten Mal 1996, in Katalonien, nahe der französischen Grenze gefunden. Aufgrund der intensiven Maßnahmen gilt die Krankheit in diesem Gebiet als weitgehend eingedämmt. In anderen Weinbauregionen Spaniens ist Flavescence dorée nicht aufgetreten.
In Serbien wurde das Auftreten von Flavescense dorée erstmals 2002 bestätigt. Die Krankheit ist in der Region von Aleksandrovac und in einigen Teilen der Nis-Region weit verbreitet. 2005 wurden zwei neue Ausbrüche in Velika Drenova und in Grdelica gefunden. Mittlerweile (2007) tritt die Krankheit auch nördlich von Belgrad auf (entlang der Donau bis zur Kroatischen Grenze).
In Slowenien liegt ein Befallsgebiet in der Region Primorska (nahe dem Hafen Koper).
In Kroatien (Istrien) und Mazedonien wurde Flavescence doree bislang nur in Proben von Clematis vitalba nachgewiesen.In der Schweiz wurde Flavescence dorée 2004 in der Mendrisiotto Region nahe dem Luganosee (Tessin) nachgewiesen. Seit 2006 tritt die Krankheit auch in den nördlichen Anbaugebieten des Tessins auf. Obwohl der Vektor auch in den Kantonen Genf und Vaud zu finden ist, tritt die Krankheit außerhalb des Tessins bislang nicht auf. In Portugal wurde die Krankheit bislang nur in Vektorproben im Norden des Landes gefunden.

In Österreich wurde das Auftreten von Flavescence dorée erstmalig im Jahr 2009 in der Südoststeiermark, im Jahr 2010 auch in der südlichen Steiermark (im Raum Glanz) entdeckt.

Amerikanische Rebzikade
Scaphoideus titanus kommt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in den 50iger Jahren des 20. Jahrhunderts nach Europa eingeschleppt. Heute ist sie weit verbreitet in Nordspanien und Nordportugal, Süd-Westfrankreich, Italien, der Schweiz, Kroatien, Serbien, Slowenien und Ungarn. Mit zunehmender Klimaerwärmung breitet sie sich auch Richtung Norden immer weiter aus und hat nun Ende September 2004 Österreich erreicht. Fundorte waren die Weinberge bei Bad Radkersburg und Klöch.  Mittlerweile ist das Insekt bereits in weiten Teilen der Südoststeiermark verbreitet.

 

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