Schadorganismus
Der Citrusbockkäfer ist sehr auffällig und vom Aussehen her kaum mit anderen heimischen Bockkäferarten zu verwechseln: Er ist 2-4 cm lang, glänzend schwarz mit unregelmäßigen hellen Flecken auf den Flügeldecken und hat lange, bläulich gestreifte Fühler. Die Flügeldeckenbasis ist gekörnt. Die Männchen sind im Allgemeinen kleiner als die Weibchen. In Asien schlüpfen die Käfer von April bis August, in unseren Breiten etwa von Juni bis August.

- Weibchen des Citrusbockkäfers (© M. Maspero, Fondazione Minoprio, Como)

- Ei des Citrusbockkäfers (© M. Maspero, Fondazione Minoprio, Como)
Die Weibchen beginnen 10 Tage nach dem Schlupf mit der Eiablage. Dazu schneiden sie mit den Mundwerkzeugen T-förmige Schlitze in die Rinde der oberirdischen Wurzeln oder der Stammbasis. Ein Weibchen legt in seinem Leben bis zu 200 cremeweiße, ca. 5-6 mm lange Eier einzeln ab. Nach etwa ein bis drei Wochen schlüpft die cremefarbene ca. 5 mm lange, beinlose Larve und miniert zuerst im Phloem unter der Rinde. Später breiten sich die Larvengänge bis in das Wurzelholz aus, bis die Larven etwa eine Größe von 5-6 cm erreicht haben. Das folgende Puppenstadium dauert etwa 4-6 Wochen, danach schlüpft der Käfer durch kreisrunde Ausbohrlöcher an der Stammbasis mit ca. 1-1,5 cm Durchmesser. Der Reifungsfraß der adulten Tiere erfolgt an Blättern, Blattstielen und der Rinde von jungen Zweigen. Unter den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas dauert der Entwicklungszyklus in der Regel zwei Jahre.

- Larve im Größenvergleich zur 1-Euro-Münze (© M. Maspero, Fondazione Minoprio, Como)

- Puppe des Citrusbockkäfers im Holz (© M. Maspero, Fondazione Minoprio, Como)
Institut für Saat- und Pflanzgut, Phytosanität, Bienen
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