
Die Pflanzenverträglichkeit von Kompost, Kultursubstraten und Düngemitteln ist ein komplexes Qualitätskriterium, das von vielen Einflussfaktoren bestimmt wird und in diversen Gesetzen und Normen (Düngemittelgesetz, Kompostverordnung, ÖNORM S 2021) als biologischer Qualitätsparameter aufgenommen wurde.
Den unterschiedlichen Bezeichnungen wie "Linzer Substrattest", Biotest, Wachstumstest, Keimpflanzentest liegen ein und dasselbe Verfahren zugrunde.
Mit dem standardisierten Prüfverfahren nach der Methode eines Keimpflanzentests kann die Bestimmung der Pflanzenverträglichkeit relativ einfach durchgeführt werden.
Dabei werden vorhandene phytotoxische Schadstoffe durch die Wurzeln aufgenommen und von den Testpflanzen durch Keim- und Wachstumshemmung, Verfärbung oder Nekrosen angezeigt. Das Prinzip liegt in der Ermittlung der Pflanzenfrischsubstanz von Wiesenlieschgras und Gartenkresse und dem Vergleich des zu prüfenden Substrats mit einem Standardsubstrat.
Eine definierte Saatgutmenge von Wiesenlieschgras und Gartenkresse wird in die zu prüfende Substanz, sowie in die standardisierte Vergleichssubstanz ausgesät und über einen bestimmten Zeitraum (Kresse 9-11 Tage, Wiesenlieschgras 19-21 Tage) unter konstanten Bedingungen im Glashaus kultiviert.
Die Auswertung erfolgt über die Beurteilung der ggf. auftretenden Schäden an oberirdischen Teilen der Testpflanzen durch Vergleich mit den in der Vergleichssubstanz heranwachsenden Pflanzen und Wiegen des dicht an der Oberfläche der Prüfsubstanz abgeschnittenen Auswuchses in frischem Zustand.
Bei organischen und organisch-mineralischen Düngemitteln, sowie Kultursubstraten kann eine mikroskopische Überprüfung der organischen Ausgangsstoffe vorgenommen werden.


Als unser Auftraggeber stehen Ihnen sämtliche moderne Laboreinrichtungen für weitere Analytik und Diagnostik, sowie Versuchsstationen für Feldversuche und bestens ausgestattete Glashausanlagen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit zur Verfügung.