Information zu Futtermittelimporten aus Japan
Keine Direktimporte
Laut der Importliste der Europäischen Kommission 16.03.2011 gab es in den Monaten Jänner-März 2011 keine Direktimporte für Futtermittel von Japan nach Österreich. Auch die AGES/BAES bestätigt dies, da Futtermittel aus Drittländern (zumeist Futtermittelzusatzstoffe) in Österreich generell an den vier festgesetzten "Border inspection posts" (BIP, Zolleintrittsstellen) abgefertigt werden müssen.
Voranmeldung von Importen
Futtermittelimporte mit Österreich als Ersteintrittsland müssen vor der Zollabfertigung beim Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) angemeldet werden, da die Frächter hierfür eine Bestätigung benötigen. Diese Bestätigung erfolgt erst nach einer Dokumenten- und Nämlichkeitsprüfung (ob es sich bei der importierten Ware tatsächlich um ein Futtermittel oder einen Futtermittelzusatzstoff handelt) durch das BAES.
Bisher (Stand 3.5.2011) ist in Österreich KEINE ANMELDUNG eines aus Japan Futtermittelimportes erfolgt.
Kaum Direktimporte
Direktimporte aus Japan sind selten und erfolgen meist über andere Mitgliedsstaaten der EU (z.B. Belgien, Holland, Deutschland, etc). Es sind daher kaum Direktimporte aus Japan zu erwarten. Über den Grad einer möglichen radioaktiven Kontamination von Waren aus Japan liegen noch keine Untersuchungen bzw. Erfahrungen vor. Potentielle Kontaminationen mit Radioaktivität konnten daher noch nicht abgeschätzt werden. Bis über den Verstrahlungsgrad der Waren mehr Erfahrungen vorliegen, wird - bis auf Widerruf - in Österreich jedes Futtermittel bzw. jede Futtermittel-Lieferung aus Japan, die nach dem 11.03.2011 (KW11/12) verschifft wurde, beprobt und dessen Radioaktivität gemessen.
Transport erfolgt meist über den Seeweg
Der Futtermitteltransport erfolgt generell über den Seeweg, welcher ca. 5-6 Wochen dauert. Die ersten Lieferungen per Schiff konnten daher frühestens erst in den letzten drei Wochen einlangen (KW 16-17-18). Die für den Futtermittelsektor in Frage kommenden Waren sind meist Futtermittelzusatzstoffe, wie Aminosäuren, Vitamine und Cellulosen, die jedoch meist über andere Mitgliedsstaaten in den EU Raum kommen und dort schon getestet werden.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.ages.at/ages/topthemen/allgemein/schwerpunkt-japan/
AGES
Ort: 1220, Spargelfeldstraße 191
Dienstort: Wien
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Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit