Inhaltsstoffe und Nährstoffe
Die Inhaltsstoffe der in einem Mischfuttermittel verwendeten Futtermittelausgangserzeugnisse tragen unterschiedlich zur Nährstoffzusammensetzung bei. Als solche gelangen unter anderem Produkte und Nebenprodukte aus Getreide, Ölsaaten, Leguminosen, Milch, Fischen und Landtieren, Knollen und Wurzeln sowie Mineralien zur Verwendung. Die sogenannte „Positivliste“  der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft (DLG gibt Auskunft über zulässige Einzelfuttermittel.
Zu den Rohnährstoffen zählen in erster Linie Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche aber auch diverse Zucker und Stärke. Die Analyse erfolgt anhand standardisierter nasschemischer Verfahren (Weender Analyse). Zu Screeningzwecken wird auch die Nahinfrarot-Spektroskopie (NIRS) eingesetzt. Die organischen Komponenten der Futtermittel sind eine wichtige Quelle für die Aminosäuren. Da diese größtenteils in Proteinen gebunden sind, ist ein Aufschluss mit Salzsäure und hoher Temperatur notwendig. Für manche Tierarten ist der natürliche Gehalt einzelner Aminosäuren nicht ausreichend und muss daher zugesetzt werden. Insbesondere handelt es sich dabei um Methionin, Lysin und Threonin.

Mineralstoffe/Spurenelemente/Schwermetalle
Unter Mineralstoffe werden die Elemente Phosphor (P), Calcium (Ca), Magnesium (Mg), Natrium (Na) und Kalium (K) zusammengefasst. Futtermittel organischen Ursprungs enthalten gewisse Anteile an Mineralstoffen, die in Summe als „Rohasche“ bestimmt werden. Oft ist dieser natürliche Anteil für eine ausreichende Versorgung des Tieres nicht ausreichend. Man denke hier z.B. nur an den hohen Ca-Bedarf laktierender Kühe oder Legehennen. Auch ist das optimale Verhältnis von P:Ca von Bedeutung. In Mischfuttermitteln werden diese Mängel durch Einmischung von Mineralien, wie z.B. Calciumcarbonat, Calciummagnesiumphosphat und ähnlichen Verbindungen behoben.
Spurenelemente werden von den Tieren, im Gegensatz zu den Mengenelementen (Mineralstoffe) nur in geringsten Konzentrationen (mg/kg) benötigt. Dazu zählen in erster Linie Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Zink (Zn), Mangan (Mn), Selen (Se), Jod (J), Cobalt (Co) und Molybdän (Mo).
Schwermetalle zählen zu den „unerwünschten Stoffen“ (siehe unten) in Futtermitteln. Hierzu gehören im wesentlichen Blei (Pb), Cadmium(Cd), Quecksilber(Hg), Arsen(As) und Chrom(Cr).

Aus der Asche, oder nach anderen geeigneten Aufschlussverfahren, werden die Elemente dann mittels Flammenemissionsphotometrie, Atomabsorptionspektrometrie (AAS) in Flamme oder Graphitrohr oder mittels optischer Emissionsspektrometrie mittels induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES) bestimmt

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