Forschungstätigkeit am Institut für Bodengesundheit und Pflanzenernährung

- Foto: DI Hösch
Der Boden ist eine nicht erneuerbare Ressource und hat als Produktionsgrundlage für die Gesundheit von Mensch und Tier sowie für die Ernährungssicherung besondere Bedeutung.
Den Konsumenten sind sichere, gesunde Nahrungsmittel in hoher Qualität, umweltverträgliche und nachhaltige Produktionsmethoden ein großes Anliegen. Jede Art der Bewirtschaftung beeinflusst jedoch chemische, physikalische und biologische Bodenparameter.
Böden reagieren aufgrund ihrer großen Pufferkapazität nur langsam auf Bewirtschaftungsänderungen, die oft erst nach vielen Jahren quantifizierbar sind.
In der AGES werden seit Jahrzehnten Feldversuche mit unterschiedlichem Management (Bodenbearbeitung, organische und anorganische Düngung, Fruchtfolge, Behandlung der Ernterückstände) durchgeführt.
Dies hat – in unterschiedlichem Ausmaß - zu Differenzierungen in wichtigen Bodenprozessen geführt, die mit analytischen und statistischen Methoden erfassbar sind. Dies betrifft sowohl Nährstoffvorräte und –flüsse als auch Schadstoffe im System Boden-Pflanze.
Weiters kommt es durch unterschiedliche Bewirtschaftung zu Veränderungen in Quantität und Qualität der organischen Substanz, die großen Einfluss auf wichtige Bodenfunktionen (z.B. Produktion von Futter- und Nahrungsmitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen, Speicherung von Wasser- Nähr- und Schadstoffen, Filtervermögen) und bei der Speicherung und Freisetzung von CO2 („Kyoto Protokoll“) hat.
Diese Prozesse sind noch nicht abgeschlossen und müssen weiter beobachtet werden. In den Versuchen werden neben Ertrag und Qualität der Ernteprodukte auch regelmäßig ausgewählte Bodenparameter erhoben und ausgewertet.
Folgende Langzeit-Feldversuche werden gemeinsam mit dem Zentrum Versuchswesen und in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Strahlenschutz und Radiochemie, Wien sowie dem Zentrum für Analytik und Mikrobiologie, Linz durchgeführt:

- Foto: DI Hösch
| Bodenbearbeitung | Bodenbearbeitungsversuch | Fuchsenbigl/Marchfeld |
| Humusversuch | Fuchsenbigl/Marchfeld | |
| Organische Düngung | IOSDV-Versuch | Fuchsenbigl/Marchfeld |
| Kompost-Versuch Linz | Ritzlhof/OÖ Zentralraum | |
| Mineralische Düngung | K-Versuch | Fuchsenbigl/Marchfeld und Grabenegg/Alpenvorland |
| Versuchsserie 44 | Streuversuche an 9 Standorten in Niederösterreich | |
| Mineralische Düngung und Einarbeitung /Abfuhr von Ernterückständen | P-Steigerung und Ernterückstände | Fuchsenbigl/Marchfeld und Grabenegg/Alpenvorland |
An folgenden nationalen und internationalen Forschungsprojekten ist das Institut für Bodengesundheit beteiligt:
- EU-Projekt: Environmental management reform for sustainable farming, fisheries and aquaculture (AQUAGRIS)
- EU-Projekt: Environmental Assessment of Soil Monitoring (ENVASSO)
- Strategien zur Minimierung einer Fusariuminfektion bzw. Mycotoxinbelastung bei Getreide und Mais durch pflanzenbauliche Maßnahmen im Kontext mit einer effektiven und effizienten Risikobewertung sowie des Risikomanagements bei der Getreideübernahme (Forschungsprojekt DAFNE)
- Holz- und Biomassenaufkommenstudie für Österreich (Auftrag BMLFUW)
- Einfluss von Sortenwahl und Standortfaktoren auf den Cadmiumgehalt in ausgewählten Nahrungspflanzen (AGES-Projekt)
- Carbon mineralization and stabilization in soils in response to different crop rotations and tillage treatments (FWF-Projekt)
Nähere Informationen erhalten Sie bei:
Bereich: Ernaehrungssicherung
Telefon: +43(0)5 0555 34121
Zimmer: B/01.001
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
adelheid.spiegel@ages.at
Nachhaltige Pflanzenproduktion
Institut: Nachhaltige Pflanzenproduktion
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien
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