Die Weiden blühen - Die Brut braucht Futter

Pollensammlerin auf männlichem Weidenkätzchen
Nektarsammlerin an weiblichem Weidenkätzchen

23.3.2011: Weiden liefern im Frühling den Bienen Pollen und Nektar. Bei gutem Flugwetter können reiche Pollenvorräte für Schlechtwetterperioden angelegt werden.

Der frische Pollen bringt die Legetätigkeit der Königin und damit die Bruttätigkeit richtig in Schwung.

Drei Wochen später schlüpfen bereits große Mengen junger Sommerbienen, die alte, abgearbeitete Winterbienen ersetzen.

Damit wird der "Massenwechsel" vom Winter- zum Sommervolk eingeleitet.

 

(Zum Vergrößern, bitte Bild anklicken!)

© Fotos: Rudolf Moosbeckhofer, AGES, Institut für Bienenkunde 

 

Die Blütenfülle des Frühlings beschert Nahrung im Überfluss, doch auch die Bestäubungsarbeit muss getan werden!

Ein reiches und vielfältiges Pollen- und Nektarangebot deckt im Frühling den Tisch für Bienen und andere blütenbesuchende Insekten. Kernelement der engen Beziehung zwischen blütenbesuchenden Insekten und Pflanzen ist ein Tauschhandel. Dabei bietet die Pflanze Blütenstaub und Nektar. Die Gegenleistung der Insekten besteht in der Übertragung des Pollens (= Bestäubung). Bei vielen Pflanzen kommt es erst nach der erfolgreichen (Fremd-)Bestäubung und der anschließend erfolgenden Befruchtung der Samenanlagen im Fruchtknoten zur Ausbildung von Samen und Früchten.  

© Fotos: Rudolf Moosbeckhofer (Zum Vergrößern bitte Bild anklicken!)

Honigbienen beim Blütenbesuch

Honigbiene höselt Kirschpollen
Pfirsichblüte mit Honigbiene
Zwetschkenblüte mit Honigbiene
Apfelblüte mit Honigbiene

Auch Schmetterlinge und Wespen naschen mit!

Tagpfauenauge an Marillenblüte
Wespe an Birnenblüte

Bienen an der Tränke

Mit zunehmender Bruttätigkeit und dem Anstieg der Außentemperatur steigt der Wasserbedarf eines Bienenvolkes. Als Wasserquellen werden sowohl natürliche Vorkommen (Tümpel, Lacken, moorige Stellen, Tau- und Guttationstropfen, etc.) als auch künstliche Tränken genutzt.

Aus frischem Nektar entsteht der erste Honig

Mit Beginn der Frühjahrsblüte (Kirsche, Löwenzahn, Obstbäume) werden die ersten Honigzellen mit frischem Nektar gefüllt. Durch Reduktion des Wassergehaltes und  Zugabe bieneneigener Fermente reift der Nektar schließlich zum köstlich schmeckenden "Frühjahsblütenhonig".

Der Bautrieb erwacht

Wachsschuppe am Beutenboden.
"Bauherz"

Mit Beginn der Kirschblüte schlüpft eine große Zahl von Jungbienen und erreicht das "Baubienenalter". Damit erwacht der Bautrieb und es werden neue Waben im Bienenvolk gebaut.

Der Nachwuchs ist da - die Jungbienen schlüpfen!

21 Tage nach der Eiablage nagen sich die Jungbienen durch den Deckel der Brutzellen und schlüpfen.

Frischer Pollen bringt Schwung in die Bienenvölker

Gegen Ende des Winters wird dringend frischer Pollen für die Aufzucht der jungen Brut benötigt. Sobald es warm genug ist, sind die Pollensammlerinnen unterwegs. Am 18.3. 2020 wurde in Wien-Spargelfeldstraße ein reger Bienenflug auf die Kätzchen der Schwarzerlen und Haseln beobachtet.

Hinaus in die Sonne - Erster Ausflug!

Bienen fliegen zum erstenmal aus.

Erster Flugtag im Jahr 2010 am Standort "Spargelfeldstraße" (1220 Wien, 25.2.2010, 14:30 Uhr). 

Leichen müssen raus!

Putzbiene entfernt den winterlichen Bienentotenfall

Am ersten Flugtag wird sauber gemacht. Während des Winters abgestorbene Bienen werden von Putzbienen aus dem Stock geworfen.

Winterzeit

Auch wenn draußen Frost und Schnee regieren, und die Bienenstöcke tief verschneit sind, summen und brummen die Bienen in ihrer Wintertraube vor sich hin.  

Königin und Drohnen im Wintervolk

12. Dezember 2002: Ruhig sitzen 2 Drohnen, die Königin und die Arbeitsbienen nebeneinander auf derselben Wabenseite. Ein seltenes Bild, das im Gegensatz zu den meisten Lehrbüchern steht.

Saat- und Pflanzgut, Phytosanit

Institut: Saat- und Pflanzgut, Phytosanit
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien

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