Große Wachsmotte

Die große Wachsmotte (Galleria mellonella) kann bei warmen Bedingungen in kurzer Zeit Vorratswaben und Futterwaben komplett zerstören. Dies gilt auch für den Wabenbau abgestorbener Völker, der nicht rechtzeitig weggeräumt wurde. Je nach Befallsstadium finden sich die charakteristischen Gespinstnester oder zusammengesponnenen Waben, die großen Wachsmottenlarven ("Rankmaden") und die weißen Puppenkokons. Diese befinden sich oft in Puppenwiegen, die aus dem Holz genagt wurden. Bei starkem Wachsmottenbefall ist im Lagerraum ein charakteristischer Geruch wahrnehmbar.

Große Wachsmotte: Gespinstnester mit Rankmaden

Futterwabe mit Wachsmottenbefall (links)
Gespinströhre auf Varroawindel (rechts)

Dichte Gespinstnester sind typisch für einen Befall der Waben mit Larven der Großen Wachsmotte. Da die Eier zum Teil bereits im Bienenstock auf den Waben abgelegt werden, sind auch Honigwaben gefährdet, die nicht rasch geschleudert werden. 

Große Wachsmotte: Kokons

Die Puppenkokons der Großen Wachsmotte finden sich häufig auf der Deckelinnenseite oder der Rähmchenoberleiste.


Kleine Wachsmotte

Die Larven der Kleinen Wachsmotte (Achroia grisella) fressen einzelne Gänge durch die Waben. Es entstehen dabei mit Gespinst ausgekleidete Gänge. Auch die Unterseite von schlecht gereinigten Wachsblöcken kann von den Rankmaden angefressen werden. 

Erwachsenes Tier
Puppenkokons mit hellen Partikeln
Puppenkokons mit dunklen Kotstücken

"Kahlbrut" ("Röhrchenbrut") bei Befall mit Kleiner Wachsmotte

Minieren die Larven der Kleinen Wachsmotte im Bereich der Mittelwand von Brutwaben, wird oft die Brut etwas hochgehoben. Es bildet sich dann die sogenannte "Röhrchenbrut" aus, die meist gangförmig verläuft. Werden die Zelldeckel dieser Gänge entfernt, findet sich darunte meist eine Rankmade. Entfernen die Bienen die Zelldeckel über den Gängen, entsteht das Bild der "Kahlbrut"

Kleine Wachsmotte - Extrembefall - Jungbienen in seidenen Fesseln

Bei sehr starkem Befall können auch durch die Kleine Wachsmotte die Waben komplett zerstört werden. Die Bienenpuppen werden am Grund der Brutzelle festgesponnen und die Jungbienen können nicht mehr schlüpfen.

Film: Jungbienen in seidenen Fesseln

Wachslaib mit Wachsmottenbefall

Larvengänge der Kleinen Wachsmotte an der Unterseite schlecht geputzter Wachslaibe. In diesem Bereich befinden häufig noch Pollenreste, die von den Mottenlarven bevorzugt verwertet werden.

Puppenkokons der Hummelnestmotte (Hummelwachsmotte)

Ab und zu finden sich in den Zwischenräumen zwischen den Beutenstapeln auch Puppenkokons der Hummelnestmotte (Aphomia sociella).

Weiterführende LINK´s zu dieser Art:

http://www.insektenbox.de/schmet/hummot.htm

http://www.arthropods.de/insecta/lepidoptera/pyralidae/aphomiaSociella01.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Hummelnestmotte

 

Institut für Saat- und Pflanzgut, Phytosanität, Bienen

Institut: Institut für Saat- und Pflanzgut, Phytosanität, Bienen
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Dienstort: Wien

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