Vogelgrippe FAQ
Was mache ich, wenn eines meiner Hühner tot umfällt?
Bei vermehrten unerklärbaren Todesfällen (siehe auch Info für Geflügelhalter) verständigen Sie sofort den zuständigen Amtstierarzt bzw. die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde.
Was mache ich, wenn ich einen toten Wasservogel finde?
Greifen Sie den toten Wasservogel nicht an. Melden Sie den Fund unverzüglich bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde bzw. dem zuständigen Amtstierarzt. Geben Sie bitte den genauen Fundort an. Beachten Sie bitte, dass ausschließlich totes Wassergeflügel - z. B. Enten, Gänse, Schwäne, Reiher, Kormorane - anzeigepflichtig sind.
Was mache ich, wenn ich einen anderen toten Vogel finde?
Wenn es kein toter Wasservogel ist, müssen Sie den Fund nicht melden. Sie können den toten Vogel selbst entsorgen. Greifen Sie den Vogel nicht mit bloßen Händen an. Nehmen Sie Einweghandschuhe oder einen Plastiksack. Stecken Sie den toten Vogel in einen Plastiksack, verschließen diesen fest und werfen ihn in die Mülltonne. Waschen Sie sich danach gründlich die Hände mit Seife oder einem Desinfektionsmittel.
Darf ich Vögel weiterhin füttern?
Ja. Nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft sind Singvögel und Tauben nicht als Überträger des Vogelgrippe-Virus bekannt.
Muss ich Handschuhe, Atemschutz, etc. tragen, wenn ich Vögel füttere?
Nein. Sie brauchen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Kann ich rohes Geflügelfleisch angreifen?
Ja. Die Viren können prinzipiell zwar auch in das Muskelfleisch gelangen. Allerdings gelangt kein Fleisch von infiziertem Geflügel in die Nahrungskette. Durch ihre extreme Hitzeempfindlichkeit werden die Viren beim Kochen zuverlässig abgetötet. Aus allgemeinen Hygienegründen sollten Sie aber jedes Mal die Hände waschen, wenn Sie mit rohem Geflügelfleisch hantiert haben.
Kann ich rohe Eier angreifen?
Ja. Die Viren können prinzipiell zwar auch in Eier gelangen. Allerdings gelangen keine Eier von infiziertem Geflügel in die Nahrungskette. Durch ihre extreme Hitzeempfindlichkeit werden die Viren beim Kochen zuverlässig abgetötet.
Was mache ich, wenn meine Katze/mein Hund einen Singvogel bringt/fängt/frisst?
Es besteht kein Grund zur Besorgnis. Nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft sind Singvögel und Tauben nicht als Überträger des Vogelgrippe-Virus bekannt.
Grundsätzlich kann sich jedes Säugetier bei sehr hoher Viruskonzentration mit Influenza infizieren. Diese Fälle sind allerdings extrem selten.
Experten betonen, dass auch nach dem ersten Fall einer H5N1-Infektion bei Katzen in Österreich kein erhöhtes Risiko für den Menschen besteht. Eine Übertragung des H5N1-Virus vom Säugetier auf den Menschen wurde bislang weltweit noch nie nachgewiesen.
Drei Katzen hatten sich im Grazer Tierheim Arche Noah infiziert. Nachuntersuchungen haben gezeigt, dass bei zwei dieser Katzen keine Viren mehr nachweisbar waren. Sämtliche Katzen des Tierheims – rund 170 – wurden in eine Quarantänestation gebracht, wo sie weiterhin unter Beobachtung stehen, um alle offenen Fragen von Infektionsmöglichkeiten abklären zu können.
Es wird empfohlen, Hauskatzen innerhalb der Schutz- und Überwachungszonen nicht ins Freie und streunende Katzen nicht ins Haus zu lassen. Sollte eine Katze Symptome wie Schnupfen, Husten, Lungengeräusche oder ein entzündetes drittes Augenlid zeigen, suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf.
Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen bei Heimtieren
Das ECDC (Europäisches Zentrum für Seuchenbekämpfung) empfiehlt als reine Vorsichtsmaßnahme, Hauskatzen, die innerhalb einer 10-Kilometer-Zone um den Fundort infizierter Wildvögel leben, nicht ins Freie zu lassen. Streunende und halbwild lebende Katzen sollten umgekehrt nicht ins Haus gelassen werden. Bei Anzeichen von schweren Erkältungen bei Katzen, die in genannten Gebieten frei herumgelaufen sind, sollte sicherheitshalber ein Tierarzt aufgesucht werden. Nach eingehenden Beratungen zwischen Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) und AGES wird besorgten Tierhaltern angeraten, diese Empfehlungen des ECDC während der Dauer der Schutzmaßnahmen zu befolgen.
Das deutsche Friedrich Löffler Institut empfiehlt:
Bei begründetem Verdacht einer H5N1-Infektion einer Katze muss der Kontakt zu anderen Tieren, insbesondere Katzen, vermieden werden. Es sollte auch eine besonders sorgfältige Hygiene (Säubern von Futternapf und Katzentoilette) durchgeführt werden, bei denen handelsübliche Reinigungsmittel verwendet werden können. Insbesondere ist der unmittelbare Kontakt mit Speichel und anderen Sekreten zu vermeiden, welcher durch das z.T. sehr enge Zusammenleben zwischen Katzen und deren Besitzer besteht.
siehe auch "Kein erhöhtes Risiko durch Hauskatzen"
Darüber hinaus sind aus momentanem Wissensstand keine besonderen Vorsorgemaßnahmen für den Tierbesitzer sowie Familienangehörige zu veranlassen. Die bisher beim Menschen aufgetretenen Infektionen setzten immer einen sehr intensiven Kontakt zu infizierten Vögeln mit Exposition zu großen Virusmengen voraus. Auch wenn man die zur Infektion des Menschen benötigte Virusmenge nicht genau kennt, scheint eine starke Virusexposition als Infektionsquelle für den Menschen notwendig zu sein.
Personen mit Immunsuppression sollten generell besondere Vorsicht beim Kontakt auch mit gesund erscheinenden Tieren walten lassen.
Was mache ich, wenn ich Vogelkot auf meiner Terrasse/in meinem Garten/auf meinem Balkon finde?
Sie können den Kot feucht wegputzen oder wegwaschen und dann die Hände mit Seife waschen. Die Bildung von massivem Staub oder Aerosolen sollte vermieden werden - das heißt, sie sollten keinen Hochdruckreiniger verwenden.
Veterinaermedizin Moedling
Institut: Veterinaermedizin Moedling
Ort: 2340, Robert Koch Gasse 17
Dienstort: Moedling
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