Weitere Informationen zur Impfung

Alle Hauskaninchen, egal ob freilebend oder im Stall, sollten geimpft werden; impfwürdig sind nur 100 % gesunde Tiere. Trächtigkeit, Saugtätigkeit oder Wachstum (ab einem Alter von 4 Wochen) sind kein Hinderungsgrund. Vor der Impfung sollte der Tierarzt eine allgemeine Gesundheitskontrolle durchführen. Rechtzeitig vor Beginn der warmen Jahreszeit impfen! Die Impfung kann mit anderen Kaninchen-Impfungen (RHD) kombiniert werden, allerdings ortsgetrennt. Die Impfung bleibt wirkungslos bei Kaninchen, die bereits latent infiziert oder bereits erkrankt sind.

Die Impfung erreicht keine hundertprozentige Immunisierung; mit ihr sollten weitere Vorsichts- und Hygienemaßnahmen einher gehen. Die Wirksamkeit der Impfung kann durch ungünstige Haltungsbedingungen sowie durch Kokzidien- und Parasitenbefall oder versteckte bakterielle Infektionen negativ beeinflusst werden. Es kann passieren, dass Jungtiere durch das Muttertier (durch Säugung) einen derart hohen Antikörperspiegel besitzen, dass das Immunsystem der jungen Kaninchen nicht zur Antikörperbildung angeregt wird – es entsteht eine immunologische Lücke. Die vom Muttertier übertragenen Antikörper und die durch das Vakzin freigesetzten Viren kompensieren sich gegenseitig, und das Jungtier entwickelt keinen Impfschutz. Dieses Infektionsrisiko kann durch Durchimpfung aller im Stall befindlichen Tiere jedoch eingeschränkt werden.

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