Vorsicht beim Umgang mit Fledermäusen
Was ist Tollwut?
Tollwut ist eine ansteckende Krankheit, die von einem Virus ausgelöst wird, dass das Nervensystem von Menschen und Säugetieren befällt. Neben Füchsen, Hunden und Katzen können auch Fledermäuse Tollwut haben und auf Menschen übertragen.
Wie häufig ist Tollwut?
Tollwut ist in Österreich sehr selten. Seit 2004 wurde in Österreich Tollwut weder bei Tieren nachgewiesen noch ist ein Mensch daran erkrankt. Zuletzt wurde ein 23-jähriger Steirer im Jahr 2004 in Marokko von einem tollwütigen Hund gebissen; er starb wenige Wochen später an der Erkrankung. Im Jahr 1979 wurde das Virus durch einen Fuchsbiss auf einen Menschen übertragen.
Wie äußert sich Tollwut bei Fledermäusen?
Wenn Fledermäuse ihre Gewohnheiten ändern, tagaktiv werden oder sich an Orten befinden, an denen sie sich normalerweise nicht aufhalten, muss man auch an die Möglichkeit denken, dass sie Tollwut haben.
Fledermäuse, die man tagsüber fliegen sieht, sind aber nicht unbedingt krank. Sogenannte „Große Abendsegler“ ziehen sich im März nach Südrussland zurück und kommen im August wieder nach Mitteleuropa. Sie fliegen auch tagsüber ohne Probleme; das Flugbild erinnert an Mauersegler, die jedoch weder im März noch im September in Mitteleuropa leben. Fledermäuse, die aus einem Raum oder hohlen Baum gejagt wurden, kann man ebenfalls bei Tag antreffen. Sie sitzen häufig an ungewöhnlichen Plätzen und warten in einem energiesparenden Starrezustand auf das Eintreten der Dunkelheit. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle hat eine Tagesaktivität andere Ursachen als infektiöse Krankheiten.
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