Tamiflu® ist für die Therapie bei Schwangeren laut Empfehlung der EMEA (European Medicines Agency) freigegeben. Das US-Seuchenkontrollzentrum (CDC) in Atlanta (Georgia, USA) empfiehlt seit dem 27. Juli 2009 die medikamentöse Behandlung von Schwangeren, die sich mit der neuen Grippe infiziert haben, da Schwangere ein erhöhtes Risiko hätten an Lungenentzündung zu erkranken. Studien erbrachten keine direkten oder indirekten schädigenden Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale oder postnatale Entwicklung.
„Tamiflu® 12mg/ml Pulver“.„Tamiflu® 12mg/ml Pulver steht im Pandemiefall für die Therapie sowie für die postexpositionelle Behandlung nach Kontakt mit Influenzapatienten für Kinder ab dem 1. Lebensjahr als Flasche mit Pulver zur Herstellung einer Suspension (12mg/ml) zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit bei Nichtverfügbarkeit des Saftes eine flüssige Darreichungsform aus den Kapseln entweder in der Apotheke zubereiten zu lassen oder, nach genauerer Insktruktion durch die Gebrauchsanweisung, zu Hause herzustellen. Ab dem 2. Lebensjahr können die Tamiflu-Kapseln verabreicht werden.
Eine Übertragung des Influenzavirus von einer infizierten Mutter auf das ungeborene Kind ist grundsätzlich nicht zu befürchten. Influenzavirus wird intrauterin (= im Mutterleib) im Regelfall nicht übertragen. Unbestätigten Presseberichten zufolge haben thailändische Ärzte (Provinz Ratchaburi) erstmals eine Übertragung des H1N1-Virus im Mutterleib bestätigt. Ein am Samstag, 25.7.2009, frühzeitig zur Welt gekommenes Baby habe sich, nach Angaben der Ärzte, bereits vor der Geburt bei seiner erkrankten 24-jährigen Mutter angesteckt. Das Kind sei im siebenten Monat per Kaiserschnitt entbunden worden. Die Mutter sei schwer krank und werde weiterhin medizinisch behandelt. Die Ärzte suchen nach einer Erklärung, auf welche Weise sich das Kind infiziert haben könnte.
Da die Schutzwirkung von weichen Masken ("chirurgischer Mundschutz", "OP-Masken") sowie von Feinstaubmasken im üblichen sozialen Umgang nicht tatsächlich gesichert ist, sollte man deren Verwendung bei Kleinkindern kritisch hinterfragen und stattdessen die Vermeidung nicht notwendiger sozialer Kontakte bevorzugen. Besonders bei Kleinkindern und bei Behinderten kann es bei weichen Masken ("chirurgischer Mundschutz", "OP-Masken") zu einer Verlegung der Atemwege kommen. Grundsätzlich gibt es eigene Vollschutzmasken auch für Kleinkinder und Ganzkörpermasken auch für Säuglinge (sog. Gasschutzmasken). Derartige Produkte sind aber nicht frei erhältlich und deren Einsatz als Mittel zur Grippevorbeugung muß sehr kritisch hinterfragt werden.