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AKTUALISIERT: 17.12.2010

Neue Grippe: FAQ zur Saison 2010/2011

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) erklärte am 10.08.2010 die „Schweinegrippe“-Pandemie für beendet. Wir befinden uns derzeit in der so genannten post-pandemischen Phase. Es wird erwartet, dass das H1N1 2009-Virus auch in den nächsten Jahren weiterhin zirkuliert.

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen.


AKTUALISIERT: 04.02.2010

Neue Grippe A(H1N1) - so genannte "Schweinegrippe"

Die von Mexiko ausgehende, weltweit auftretende neuartige Grippe beim Menschen durch das (humane) A/H1N1-Virus zirkuliert derzeit nur unter Menschen. Das neue Virus enthält Gene von Schweinen, Menschen und Vögeln und ist ein anderer Stamm als das nur bei Schweinen vorkommende H1N1-Virus. Der Krankheitsverlauf ist überwiegend mild. Nur bei Menschen mit chronischen Erkrankungen, bei Schwangeren und bei Menschen mit Stoffwechselerkrankungen wurden Komplikationen verzeichnet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hob ihre Pandemie-Warnung auf die sechste und damit höchste Stufe an. Der Begriff Pandemie bezeichnet Infektionskrankheiten, die mehrere Kontinente betreffen oder sich weltweit ausbreiten.

Pandemie-Impfstoff für Österreich: Nach der Zulassung des Influenza-Pandemie-Impfstoffs "Celvapan" durch die Europäische Kommission am 7. Oktober 2009 startete auch in Österreich die Impfaktion des Gesundheitsministeriums. Es wurden mehr als 500.000 Dosen Impfstoff im gesamten Bundesgebiet ausgeliefert. Ab 27. Oktober 2009 wurden ausschließlich Personen in Gesundheitsberufen geimpft. Am 9. November 2009 begann die Immunisierung der Bevölkerung - vornehmlich Risikogruppen wie chronisch Kranke oder Schwangere. Je nach Bundesland ist die Errichtung sogenannten Impfzentren unterschiedlich gestaltet. Die Immunisierung wird mehrheitlich in Bezirkshauptmannschaften, Gesundheitsämtern und Außenstellen der Krankenkassen durchgeführt. Die Kosten für die Immunisierung gegen die Neue Influenza werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Für die Versicherten fällt lediglich die Rezeptgebühr von € 5,00.- an.

Liste der nationalen Impfzentren

Informationen des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)

Weiterführende Informationen des BMG zu Betriebsimpfungen

Zur Situation in Österreich (Stand 03.02.2010): Laut Gesundheitsministerium (BMG) ist die Pandemiewelle im Abklingen:Rückläufig ist seit einigen Wochen die Zahl der Neuerkrankungen. In der Weihnachtswoche wurde mit hochgerechnet 7.900 Neuerkrankungen in Wien erstmals wieder jene Schwelle von rund 10.000 Erkrankungen unterschritten, die als Maß für eine Influenza-Epidemie gilt (Hochrechnung des Wiener Grippeüberwachungssystems).

  • Die Stichprobensysteme in Wien und Graz zeigen einen leichten Anstieg von Infizierten: In der Bundeshauptstadt gab es in der Vorwoche 8.600 Erkrankte, in der steirischen Landeshauptstadt 2.035. In der Woche zuvor waren es in Wien 7.400 und in Graz 1.709.
  • Auch die Zahl der hospitalisierten und laborbestätigten Neuerkrankungen ist in der Vorwoche ist im Vergleich zur vorvergangenen Woche von 17 auf 15 gesunken, in der letzten Dezemberwoche waren es noch 92 Patienten.
  • Die Krankheitsfälle werden österreichweit nicht mehr gezählt und nur mehr stichprobenartig getestet. Eindeutig nachgewiesen und gemeldet wurden so seit 27. April 2009 insgesamt 4.006 Neue Grippe-Erkrankungen.
  • Etwa 300.000 Personen haben sich laut Gesundheitsministerium (BMG) in Österreich bisher mit der Vakzine gegen das A(H1N1)-Virus impfen lassen. In der Vorwoche waren dies österreichweit 409 Personen.
  • Bisher wurden in Österreich in Proben keine anderen Influenza A-Viren nachgewiesen. Das A(H1N1)-Virus ist somit weiterhin der dominierende Virustyp.

Während der gesamten Influenza-Saison 2008/2009 mit den saisonalen Erregern dürften in Österreich 400.000 bis 500.000 Menschen erkrankt sein. Das Klinische Institut für Virologie der MedUni Wien als nationale Influenza-Referenzzentrale und das DINÖ (= Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich, Sentinellasystem) registrieren die Fälle von Neuer Grippe A(H1N1). Das so genannte „Sentinellasystem“ kombiniert Stichproben aus einzelnen ausgewählten Arztpraxen mit Daten über Krankenstandstage der Sozialversicherungsträger für Hochrechnungen. Der Beginn und das Ende von saisonalen Grippewellen können mit dem Sentinellasystem sehr gut erfasst werden. Daneben werden hospitalisierte Patienten durch Laborbefunde bestätigt.

Mitigation Stufe 2

Damit einhergehend gilt seit Mittwoch, 11. November 2009, die Umstellung auf die sogenannte "Mitigation Stufe 2". In einem Schreiben an die Landessanitätsdirektionen, Krankenanstalten, Sozialversicherungsträger und niedergelassenen ÄrztInnen informiert das Bundesministerium für Gesundheit über diese Umstellung. 

Wichtige Änderungen in der Mitigation Stufe 2

  • Die spezifische PCR-Diagnostik (Rachenabstrich) wird eingeschränkt und soll grundsätzlich - analog zu der saisonalen Grippe - nur mehr im Rahmen des DINÖ-Sentinellasystems erfolgen. Die daran teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte wurden bereits benannt. Ausnahmen: zur Abklärung einer spezifischen Situation in bestimmten Einrichtungen (z.B. Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen) und bei hospitalisierten PatientInnen wird es weiter einen Rachenabstrich geben.
  • Es sind nur noch laborbestätigte hospitalisierte Erkrankungsfälle und Todesfälle meldepflichtig.
  • Die Falldefinition wurde geändert: wegen der weltweiten Ausbreitung von Influenza A(H1N1) ist es nicht mehr zielführend, den Aufenthalt in bestimmten Ländern als epidemiologisches Kriterium zu verwenden. - Verdachtsfälle werden als Erkrankungsfälle gewertet.
  • Die Primärversorgung erfolgt im Regelfall durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte.
  • Die Therapie mit Neuraminidasehemmern ist wie bei der saisonalen Grippe möglich.
  • Das Meldeformular "Meldung Verdacht/Erkrankung Influenza A(H1N1)" entfällt.

Diese Umstellung berücksichtigte - wie schon bisher - die Erkenntnisse von WHO, CDC, EMEA und ECDC sowie die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) und des Wissenschaftlichen Pandemie-Beirates im Bundesministerium für Gesundheit.

Links und Downloads zum Thema Neue Grippe A(H1/N1)

FAQ's zur Neuen Grippe A(H1/N1)

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