Röteln-Ausbruch in Österreich

Seit Oktober 2008 wurden in der Steiermark und im Burgenland 143 Fälle von Röteln-Erkrankungen festgestellt. Da seit Februar 2007 – Einführung der gesetzlichen Meldepflicht für Röteln-Erkrankungen – kein Fall in diesen Bundesländern gemeldet worden war, wurde die AGES mit der Ausbruchsabklärung beauftragt.

Ein bestätigter Ausbruchsfall wird folgendermaßen definiert:

Zwischen Oktober 2008 und März 2009 erfüllten 143 Patienten diese definierten Voraussetzungen. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 19 Jahre. Am häufigsten betroffen war die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen. 55 der 153 Patienten waren weiblich. 20 Fälle betrafen Grundwehrdiener in sieben Kasernen der Region. Die Mehrzahl der Erkrankten war nicht oder nicht ausreichend geimpft.

Was sind Röteln

Röteln (Rubella) sind eine Viruserkrankung. Typische Symptome sind rötlicher Hautausschlag und leichtes Fieber; 20 bis 50 Prozent der Erkrankungen verlaufen asymptomatisch.

Gefährlich ist eine Infektion während des ersten Schwangerschaftsdrittels, da sie zu schweren Fehlbildungen (Herzfehler, Trübung der Linsen der Augen, Taubheit) des Kindes und zu Fehlgeburten führen kann. Fehlbildungen treten bei bis zu 90 Prozent der Kinder auf, deren Mütter sich innerhalb der ersten zehn Schwangerschaftswochen mit Röteln infiziert haben. In Österreich wurde daher 1984 die Impfung gegen Röteln eingeführt.

Der gegenwärtige Ausbruch zeigt jedoch, dass 90 Prozent der erkrankten Frauen zwischen 15 und 24 Jahre alt sind. Die Durchimpfungsrate scheint demnach nicht hoch genug zu sein, um diese Krankheit zu eliminieren – ein Ziel , das sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für das Jahr 2010 in Europa, gemeinsam mit der Elimierung der Masern, gesteckt hat.

Nähere Informationen finden Sie in der in der Eurosurveillance Edition: Eurosurveillance, Volume 14, Issue 16, 23 April 2009 (in Englisch)

http://www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=19184

http://www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=19180

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