ERSTELLT: 12.05.2011

Legionärskrankheit: Ausbruch durch Wellness-Bad aufgedeckt

Im Jänner dieses Jahres erkrankten 13 Personen an Lungenentzündungen, bei denen die Diagnose Legionärskrankheit gestellt wurde. Sie alle hatten ein Wellness-Hotel in Vorarlberg besucht. Sehr rasch konnte durch die sehr gute Zusammenarbeit von nationalem Referenzzentrum für Legionella-Infektionen am AGES Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene in Wien und den Vorarlberger Gesundheitsbehörden das Solebecken mit Attraktionen in dem Wellness-Center als Infektionsquelle entdeckt werden. Das Becken wurde unverzüglich gesperrt und blieb bis zur endgültigen Sanierung geschlossen.

Legionellen können sich bei unzureichender Wartung der Aufbereitungsanlagen von warmen Beckenbädern in den Filtern vermehren und in das Beckenwasser gelangen. Durch Attraktionen wie Sprudeleinrichtungen oder Nackenduschen entstehen feine Tröpfchen, über die Legionellen in die Lungen von Badenden gelangen können. Die neue Bäderhygiene-Verordnung, die demnächst in Kraft treten wird, verlangt nun eine verpflichtende mikrobiologische Untersuchung einer Wasserprobe unmittelbar nach der Filteranlage, um Wartungsmängel besser erkennen zu können.

Über diesen Legionellen-Ausbruch berichten MitarbeiterInnen der AGES beim 26. Meeting der "European Working Group for Legionella Infections": Diese von der AGES organisierte Tagung findet von 25. bis 27. Mai 2011 in Wien statt. An dieser Tagung nehmen ca. 120 WissenschafterInnen aus 27 Ländern teil und diskutieren über verschiedene Aspekte von Legionella-Infektionen wie Epidemiologie, Diagnostik, klinische Aspekte, Therapie, Umweltaspekte, Risiko-Bewertung, Sanierungsmaßnahmen und Prävention.

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