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ERSTELLT: 10.02.2011 | AKTUALISIERT: 15.03.2013

Escherichia coli

Diese stäbchenförmigen Bakterien sind beim Menschen und bei Säugetieren regelmäßiger Bestandteil der Dickdarmflora. Benannt wurden sie nach dem Kinderarzt Theodor Escherich, der dieses Bakterium im Jahr 1885 erstmals aus dem Dickdarminhalt [Dickdarm = lateinisch Colon]  von Kleinkindern isolierte.

Im Regelfall sind diese Bakterien nur dann krankmachend, wenn sie aus dem Darm in andere Körperregionen verschleppt werden. Durch diese „fakultativ pathogenen“ E. coli [nur in besonderen Situationen krankmachende E. coli] verursachte Infektionen finden sich häufig in der Nachbarschaft des Darmes, z. B. Harnwegsinfektionen, Bauchfellentzündung, Gallenblasenentzündung. Neugeborene können sich beim Durchtritt durch den Geburtskanal mit E. coli infizieren und so eine Blutvergiftung oder eine Hirnhautentzündung erleiden.

Da diese Bakterien regelmäßig im Stuhl von Mensch und Tier zu finden sind, wird ihr Nachweis in Badegewässern auch als Hinweis auf Verschmutzung mit Fäkalien gewertet. Neben E. coli werden auch Enterokokken in dieser Art als Indikatorkeime für fäkale Verunreinigung genutzt. Fäkale Verunreinigungen können durch Einbringung obligat krankmachender Mikroorganismen (z.B. Stuhl von Personen mit Noroviren-Erkrankung) zu Erkrankungen führen

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