Enterokokken

Enterokokken sind kugelförmige Bakterien (Kokken) die einen Teil der normalen Dickdarmflora [griech. enteron = Darm] des Menschen und zahlreicher Säugetiere sowie von Vögeln darstellen; daher die Bezeichnung Enterokokken.
Erstmalig angezüchtet wurden diese Bakterien im Jahr 1899 aus Stuhlproben. Bei Verschleppung aus dem Darmbereich kann es zu Harnwegsinfektionen, Bauchfellentzündungen und selten – bei Einschwemmung in den Blutkreislauf sowie bei vorgeschädigten Herzklappen – zur Herzklappenentzündung kommen.
In Lebensmitteln spielen Enterokokken eine Rolle bei Fermentations- und Reifungsprozessen (z. B. Camenbert und Ziegenkäse). Da diese Bakterien regelmäßig im Stuhl von Mensch und Tier zu finden sind, wird ihr Nachweis in Badegewässern auch als Hinweis auf Verschmutzung mit Fäkalien gewertet.
Neben Enterokokken wird auch E. coli in dieser Art als Indikatorkeim für fäkale Verunreinigung genutzt. Fäkale Verunreinigungen können durch Einbringung obligat krankmachender Mikroorganismen (z.B. Stuhl von Personen mit Hepatitis A Viren) zu Erkrankungen führen.
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