Hinweise: 25 Proben
22 Proben entsprachen nicht der Empfehlung der EU-Kommission über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und diesbezügliche Herstellerangaben (Mehrfachnennungen):
- Bei 17 Produkten war die empfohlene Schutzkategorie (niedrig, mittel, hoch, sehr hoch) nicht bzw. falsch angegeben.
- Bei 4 Produkten war ein LSF-Wert angegeben, der nicht vorgesehen ist (Nur folgende LSF-Werte sind zu deklarieren: 6,10,15,20,25,30,50,50+).
- 19 Produkte hatten nicht die empfohlenen oder ähnlichen Warnhinweise aufgezählt.
- 17 Produkte hatten nicht die empfohlenen oder ähnlichen Anwendungshinweise angebracht.
- 13 Produkte wiesen einen nicht ausreichenden UVA-Schutzfaktor auf.
- Bei 8 Produkten konnte die Anforderung an die kritische Wellenlänge nicht erfüllt werden.
- Eine Probe ließ aufgrund der Angabe „All day – den ganzen Tag“ vermuten, dass ein einmaliges Auftragen des Sonnenschutzmittels pro Tag ausreiche und daher kein weiteres Auftragen erforderlich sei.
Die durch eine Screening-Untersuchung (eine in-vitro-LSF-Abschätzung) aller Sonnenschutzmittel auffallenden Proben, werden zur Absicherung einer bestätigenden in-vivo-LSF-Untersuchung zugeführt.
Die Abweichung des gemessenen Lichtschutzfaktors vom ausgelobten Wert war bei Verdachtsproben in einer Größenordnung, die keine Gesundheitsschädlichkeit vermuten ließ. Die nötigen Maßnahmen wurden von der zuständigen Behörde gesetzt.
zurück zu Sonnenschutzmittel 2010
Birgit Pelzmann
Institut: LMS Tierische LM, Kosmetika, Gebrauchsgegenstände, Getränke
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien
Autor/Autorin kontaktieren
Weitere Artikel des Autors / der Autorin
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit