AKTUALISIERT: 30.06.2011

Trinkwasser

Trinkwasser

 

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1.

Österreich ist in der glücklichen Lage fast den gesamten Trinkwasserbedarf (99%) durch Grundwasser (Brunnen und Quellen) abzudecken. Dadurch entfällt oft die Notwendigkeit von aufwändigen chemisch-physikalischen Aufbereitungs- und Desinfektionsverfahren.

Während öffentliche Wasserversorgungsunternehmen gesetzlich verpflichtet sind, ihre Anlagen durch befugte Gutachter regelmäßig in technischer und hygienischer Sicht überprüfen zu lassen, sind Betreiber von privaten Wasserversorgungsanlagen selbst für die Qualität ihres Trinkwassers zuständig. Es liegt daher in deren Verantwortungsbereich ebenfalls regelmäßig technische und hygienische Überprüfungen ihrer Wasserversorgungsanlage freiwillig durchführen zu lassen, um die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser gewährleisten zu können.

Aufgrund des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes (LMSVG BGBl I 2006/13 idF) darf die Untersuchung und Begutachtung von Trinkwasser nur von berechtigten Stellen, wie z.B. der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH durchgeführt werden.
Weitere wichtige Information erhalten Sie auf den Homepages des Ministeriums für Gesundheit bzw. AGES

Eine Dusche

Trinkwasser mehr als nur ein Lebensmittel

Trinkwasser wird nicht nur als Lebensmittel verwendet, sondern erwärmt auch zum Duschen und Baden eingesetzt. Vor allem bei zentralen Trinkwasser-Erwärmungsanlagen mit verzweigten Verteilungssystemen besteht die Gefahr der Vermehrung von Legionellen in den Anlagen. Legionellen sind Bakterien, die über feine Wassertröpfchen, wie sie bei Duschen, bei Wasserhähnen und ganz besonders in Whirlwannen entstehen, eingeatmet werden und zu schweren nicht selten tödlich verlaufenden Lungenentzündungen, der Legionärskrankheit, führen können.

Die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) hat bereits 2005 gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium eine Broschüre bezüglich Kontrolle und Prävention der Legionärskrankheit herausgegeben. Diese wird nun überarbeitet und durch eine Checkliste zur Einschätzung des Risikos einer Exposition gegenüber Legionellen bei zentralen Trinkwasser-Erwärmungsanlagen sowie anderen Wasser führenden Systemen ergänzt. In den AGES Instituten für medizinische Mikrobiologie und Hygiene sowie den Instituten für Lebensmitteluntersuchungen werden auch Untersuchungen von Wasserproben auf Legionellen durchgeführt.

 

Stand 13.03.2009 jt

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