Tipps zu Hygiene
- Beim KEG Wechsel werden der Fitting des KEGs als auch der Zapfkopf mit unvergälltem 70%igem bis 96%igem Alkohol aus einer Spritzflasche angesprüht. Sichtbarer Schmutz wird vorher weggewischt. Dem Zapfkopf als Verbindungsteil vom KEG zur Bierleitung und zur CO2-Versorgung kommt besondere hygienische Bedeutung zu.
- Zum Wischen werden Einmalhandtücher (z.B. Küchenrolle) verwendet. Tücher, Fetzen, Schwämme etc. werden täglich gewechselt und nie solange benützt, bis sie anfangen zu riechen. Dieser unauswaschbare Geruch "nach alten Fetzen" wird durch Bakterien hervorgerufen!
- Nach Betriebsschluss ist das Bier in der gesamten Bierleitung gekühlt. Besser wäre, die Bierleitung ausrinnen zu lassen, mit Wasser die Bierleitung und auch die Schankanlage durchzuspülen und unter CO2 stehen zu lassen (dies lässt sich leichter durchführen, wenn die Bierleitung kurz ist).
- Zapfhähne nach Betriebsschluss mit (heißem) Wasser ausspülen. Um den Hahn zu spülen, wird sauberes Wasser in den Hahnauslauf gedrückt (mittels Reinigungsball) und durch die Entlüftungsbohrung (meist unterhalb des Hebels) wieder aufgefangen. Man kann über den gereinigten Hahnauslauf während der Stehzeit einen mit Alkohol gefüllten Behälter hängen.
- Biergläser werden vor dem Zapfen nochmals reichlich mit Kaltwasser ausgespült und innen nicht mehr trocken gewischt.
- Gläserspülgeräte sind täglich nach Betriebsschluss zu säubern. Dazu muss das Spülgerät zerlegt werden.
- Beim Gläserreinigen mittels Spülbecken und einer (Dreier)Bürste ist es besonders wichtig, dass nach Schankschluss das Becken sorgfältig ausgewischt wird. Die Bürsten müssen ebenfalls mit heißem Wasser und Reinigungsmittel gereinigt werden. Bei der Verwendung von Unterspül- und Überlaufrohren sind diese auch regelmäßig zu reinigen. Abgenützte Bürsten müssen ersetzt werden!
- Eine sorgfältige Reinigung der Theke und der Tropftasse muss nach jedem Schankschluss durchgeführt werden. Dabei die Tropftasse entleeren und gründlich mit Wasser reinigen. Nicht auf die Unterseite des Tropfblechs und dessen Löcher vergessen. Regelmäßig wird auch das Abflussrohr mit einer geeigneten Bürste gereinigt.
- Die regelmäßige Reinigung der Getränkeschankanlage umfasst den Zapfkopf, die Getränkeleitungen, die Zapfarmatur und sonstige Einbauten. Die Sanitation wird mindestens wöchentlich durchgeführt. Diese lässt sich leicht selber machen (siehe Webseite Fa. Thonhauser bzw. Hygieneleitlinie). Eine Reinigung ist erst dann erfolgreich, wenn nachweisbar der Biofilm entfernt wurde (siehe Homepage Fa. Thonhauser).
- Maximal alle drei Monate wird ein Schankanlagen-Service durchgeführt. Hierbei werden professionell der gesamte Schankanlagenbereich, die Leitungen und Ventile gewartet und gereinigt.
- Sämtliche Sanitationen sind zu protokollieren, um diese nachweisen zu können.
- Der erste Gast bekommt keine Hanseln! Wenn das Bier in der Leitung "übernachten" muss (bitte stets gekühlt!), werden mindestens zwei Krügerl verworfen, bis das erste Bier nach einer kontrollierenden Verkostung serviert wird.
- Angezapfte KEGs werden gekühlt gelagert und innerhalb einer Woche leer getrunken. Somit wird die KEG-Größe dem Umsatz entsprechend gewählt. Es wird nur die Menge an KEGs eingelagert, die in kurzer Zeit absetzbar ist. Lieber öfters frisches Bier anliefern lassen, als dieses zu überlagern.
- Schank nie mit Luft betreiben! Zapfgase sind Kohlendioxid oder Stickstoff.
- Wurden Reinigungslösungen eingesetzt, ist darauf zu achten, dass die gereinigten Gerätschaften mit Frischwasser gründlich gespült werden, bevor sie wieder mit Lebensmitteln (Bier) in Kontakt kommen.
- Reinigungslösungen (dies sind stark ätzende Säuren und Laugen) werden niemals in Getränkeflaschen aufbewahrt, auch nicht für kurze Zeit! Aufbewahrungsgebinde werden deutlich mit den gültigen Gefahrensymbolen gekennzeichnet.
Christian Lechner
Institut: LMS Tierische LM, Kosmetika, GGst, Getr
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien
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