Österreichweite Initiative "Unser Schulbuffet"
Mit der österreichweiten Initiative "Unser Schulbuffet", die am 25.01.2012 von Gesundheitsminister Alois Stöger präsentiert wurde, soll bis Ende 2013 das Warenangebot im Sinne der Leitlinie Schulbuffet optimiert und damit die Ernährungssituation für 456.000 Schülerinnen und Schüler verbessert werden. Mit dieser Leitlinie sind erstmals ernährungswissenschaftliche Mindestkriterien für ein gesundheitsförderliches Schulbuffet festgelegt worden. Buffetbetriebe erhalten umfassende Beratung und Unterstützung bei der Gestaltung eines gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebots, u. a. mobile Beratung und eine Kommunikationsplattform www.unserschulbuffet.at.
- BMG-Initiative "Unser Schulbuffet"
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- Präsentation der Initiative auf slideshare
Verbesserung der Pausenverpflegung für 456.000 Kinder und Jugendliche
Im Rahmen der Initiative "Unser Schulbuffet", die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ausgeht, von AGES durchgeführt und aus den Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur finanziert wird, werden
Buffetbetrieben umfassende Beratung und Unterstützung bei der Gestaltung eines gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebot angeboten. Umstellungsvorschläge sollen für den jeweiligen Betrieb in seiner individuellen Situation passen, also praxisnahe, nachhaltig und wirtschaftlich rentabel sein. Diese Initiative läuft bis Ende 2013 und reiht sich als weitere Maßnahme in den Nationalen Aktionsplan Ernährung (NAP.e) ein. Mit dem NAP.e werden seit Anfang 2011 in Österreich erstmals ernährungspolitische Maßnahmen und Strategien bundesweit gebündelt, um eine erkennbare Veränderung von Fehl-, Über- und Mangelernährung sowie eine Trendumkehr der steigenden Übergewichts- und Adipositaszahlen bis 2020 zu erreichen.
Ein mobiles Team berät BuffetbetreiberInnen, wie sie ihr Angebot für die Kinder und Jugendlichen Schritt für Schritt verbessern können. Neben der individuellen Beratung vor Ort stehen auch ein erweiterbares Handbuch mit Rezepten aus der Praxis und für die Praxis, unterstützende Marketingmaßnahmen und eine Website als Kommunikationsplattform (www.unserschulbuffet.at) zur Verfügung. Es wurde auch eine Hotline eingerichtet, die Montag bis Freitag von 09:00 bis 15:00 Uhr unter 0810 810 227 (max. Euro 0,1/Minute) erreichbar ist. Im Laufe der kommenden zwei Jahre sind zudem Workshops, Schulungsvideos, weitere Marketingideen sowie eine umfassende Rezeptsammlung geplant.
Pausenverpflegung an österreichischen Schulen
Im Vorfeld wurde von der AGES im September 2011 eine Vollerhebung durchgeführt, mit der erstmals bundesweite Daten über den
Pausenverkauf an österreichischen Schulen zur Verfügung stehen. 84 Prozent der befragten Schulen verfügen über einen Pausenverkauf - Spitzenreiter sind AHS mit 95 Prozent, gefolgt von BHS mit 90 Prozent und Hauptschulen mit 73 Prozent. In acht von zehn Fällen wird das Schulbuffet von schulexternen Unternehmen betrieben. Das "klassische Schulbuffet" findet man hauptsächlich an höheren Schulen wie AHS und BHS, an Hauptschulen erfolgt die Pausenverpflegung häufig auch über "fliegende Händler", wie etwa (örtliche) Bäckereien, Lebensmittelhändler etc. oder über Schulwarte. 15 Prozent der Schulen verfügen über eine eigene Versorgungsstruktur wie z. B. eine Schulküche, die auch den Pausenverkauf organisiert.
Ernährungsstatus von Schülerinnen und Schülern
In Österreich sind laut den aktuellsten vorliegenden Zahlen (Ernährungsbericht 2008) elf Prozent der Sechs- bis 15-Jährigen übergewichtig und weitere acht Prozent adipös. Das bedeutet einen Anstieg im Vergleich mit den Zahlen des Ernährungsberichts 2003 von
50 Prozent bei den Sechs- bis Neunjährigen bzw. sogar um 80 Prozent bei den Zehn- bis 15-Jährigen. Kinder und Jugendliche gehören daher zu den Hauptzielgruppen der Maßnahmen im Rahmen des nationalen Aktionsplans Ernährung. Ein wichtiger Maßnahmenschwerpunkt ist dabei die Schulverpflegung.
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit