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ERSTELLT: 12.12.2008

Dioxin allgemein

Unter dem Begriff „Dioxine“ werden eine Gruppe von 75 polychlorierten Dibenzo-p-dioxinen (PCDD) und 135 polychlorierten Dibenzofuranen (PCDF) zusammengefasst und abgekürzt als „PCDD/F“ bezeichnet. Aus toxikologischer Sicht sind überdies dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (dl-PCB) zu berücksichtigen, da sie ähnliche toxikologische Eigenschaften besitzen wie die Dioxine. Als toxikologisch relevant gelten 17 Verbindungen von PCDD/F und 12 Verbindungen der dl-PCB.

Dioxine entstehen als ungewollte Nebenprodukte bei verschiedenen chemischen Prozessen und bei fast allen Verbrennungsvorgängen. PCB hingegen wurden früher bewusst eingesetzt und fanden aufgrund ihrer Eigenschaften Verwendung als Isolierflüssigkeiten in Transformatoren und Kondensatoren oder als Weichmacher in Kunststoffen und Fugendichtungsmassen. Seit 2001 ist ihr Einsatz weltweit verboten.

Bei Dioxinen und PCB handelt es sich um lipophile Substanzen, die in der Umwelt als Gemisch mehrere Verbindungen persistieren (Böden, Sedimente, Gewässer, Atmosphäre), und in weiterer Folge in der Futtermittelherstellungskette und in der Lebensmittelkette akkumulieren können. Die höchsten Gehalte finden sich in fettreichen tierischen Lebensmitteln wie etwa in Milch- und Milchprodukten, in Fleisch- und Fleischprodukten und in Fischen und Fischereierzeugnissen. Pflanzliche Lebensmittel sind hingegen schwach kontaminiert.

Als mögliche nachteilige Wirkungen auf die menschliche Gesundheit zu nennen sind toxische Effekte wie Hautveränderungen (Chlorakne), Hormonstörungen, immunsuppressive und kanzerogene Effekte.

Die einzelnen Verbindungen aus der Gruppe der Dioxine bzw. der dl-PCB sind in unterschiedlichem Maße toxisch. Um die Toxizität dieser unterschiedlichen Verbindungen aufsummieren zu können und um Risikobewertungen und Kontrollmaßnahmen zu erleichtern, wurde das Konzept der Toxizitätsäquivalenzfaktoren (TEF) eingeführt. Dabei wird die relative Toxizität der einzelnen Verbindungen bezogen auf die toxischste, nämlich 2,3,7,8- Tetrachlordibenzodioxin (TCDD), berechnet. Das heißt: die Konzentration von jeder einzelnen analytisch erfassten Verbindung wird mit dem entsprechenden TEF multipliziert. Das Ergebnis dieser Multiplikation wird als Toxizitätsäquivalent (TEQ) bezeichnet. Anschließend wird Summe der einzelnen TEQs gebildet. Damit lassen sich die Analyseergebnisse sämtlicher toxikologisch relevanter PCDD/F und dl-PCBs als quantifizierbare Einheit ausdrücken (in pg WHO-PCDD/FPCB- TEQ).

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