Ringversuch Antibiotika-Screening in Milch

Das AGES-Kompetenzzentrum Tierarzneimittel und Hormone - vom Bundesministerium für Gesundheit als Nationales Referenzlabor für Rückstände von Tierarzneimitteln und Hormonen in Lebensmitteln tierischer Herkunft benannt - organisiert im Rahmen dieser Funktion Laborvergleichsversuche für Rückstände in verschiedenen tierischen Matrices. Gegenstand des vorliegenden Ringversuchs war die Prüfung von Milch auf Rückstände von Antibiotika mittels Screening-Verfahren.

Um die Sicherheit der Lebensmittel tierischer Herkunft für die Verbraucher zu gewährleisten sind für Arzneimittelrückstände in der Verordnung (EU) Nr. 37/2010 Grenzwerte festgelegt. Erzeuger und Erstverarbeitungsbetriebe sind durch Eigenkontrolle verpflichtet, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu gewährleisten. Die amtliche Kontrolle überprüft und überwacht, ob der Unternehmer seiner Verantwortung, die er gemäß den europäischen und österreichischen Rechtsvorschriften hat, auch nachkommt.

Bei der Kontrolle der Milch auf Antibiotikarückstände werden häufig Screening-Verfahren eingesetzt, die rasch und kostengünstig viele Proben auf mögliche positive Ergebnisse durchsichten. Es kommen in erster Linie verschiedene Testverfahren zum Einsatz, die eine hohe Sensitivität gegenüber Penicillinen aufweisen, da diese Antibiotika sehr verbreitet bei der Therapie von Milchkühen eingesetzt werden. Auf mikrobiologischer Hemmung beruhende Tests zeigen zusätzlich unterschiedlich hohe Empfindlichkeit gegenüber Substanzen anderer Antibiotikagruppen.

Bei dem vorliegenden Ringversuch wurde unbelastete Milch mit Antibiotika der Gruppen beta-Lactame (Penicilline und Cephalosporine), Sulfonamide, Tetracycline, Makrolide und Aminoglykoside am Grenzwert und bei einigen Stoffen auch auf höherer Konzentration dotiert.

An dem Ringversuch nahmen 17 Labors teil, von denen mehrere in ihrer Routine zwei verschiedene Screenig-Tests anwenden und diese auch zur Analyse der Ringversuchsproben einsetzten.

Details über Organisation und Ergebnisse des Ringversuchs können in der angefügten pdf-Datei nachgelesen werden.

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