Bewertung der Ergebnisse des österreichischen Rückstandskontrollplans
Die Kontrolle von Fleisch, Milch, Eiern und Honig auf Rückstände von Tierarzneimitteln und Hormonen erfolgt in Österreich auf Basis eines Nationalen Rückstandskontrollplans (NRKP).
Die Hauptziele des NRKPs sind das Aufdecken illegaler Anwendung von verbotenen bzw. nicht zugelassenen Stoffen sowie die Kontrolle des gesetzeskonformen Einsatzes von zugelassenen Arzneimitteln. Weiters wird die Belastung mit verschiedenen Umweltkontaminanten (Pestizide, Schwermetalle, Mykotoxine etc.) erfasst.
Laut Untersuchungsprogramm werden folgende Stoffgruppen im Rahmen des NRKP untersucht:
- Stoffe mit anaboler Wirkung und nicht zugelassene Stoffe wie Stilbene, Thyreostatika, Steroide, Resorcylsäure-Lactone, beta-Agonisten, verbotene Antibiotika und Chemotherapeutika
- Stoffe mit antibakterieller Wirkung, z.B. Penicilline, Sulfonamide, Tetracycline,…
- Sonstige Tierarzneimittel wie Anthelminthika, Kokzidiostatika, Carbamate, Beruhigungsmittel, entzündungshemmende Mittel und sonstige Stoffe mit pharmakologischer Wirkung
- Andere Stoffe und Umweltkontaminanten wie organische Chlorverbindungen, einschl. PCB, organische Phosphorverbindungen, chemische Elemente (z.B. Blei, Cadmium), Mykotoxine, Farbstoffe (Malachitgrün, Kristallviolett) und sonstige Stoffe
Die Kontrolle auf Rückstände und Kontaminanten in Österreich ergibt ein sehr positives Ergebnis. Im Jahr 2010 wurden in 21 aus insgesamt 9408 untersuchten Planproben Rückstände und Kontaminanten gefunden. Dies entspricht einem Anteil von nur 0,2%.
Aufgrund der geringen Anzahl positiver Proben kann davon ausgegangen werden, dass im Normalfall für die Konsumenten keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung von den mit Rückständen belasteten Proben ausgeht.
Risikobewertung
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