Warum sind Zierkürbisse ungenießbar?

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Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) sind weltweit heimisch und vielfältig nutzbar. Im Laufe der Jahrtausende wählte der Mensch aus den bitteren Wildpflanzen die weniger bitteren Sorten aus und vermehrte sie.
Zu der Pflanzenfamilie zählen unter anderem die Gurke (Cucumis sativus L.), der Gartenkürbis (Cucurbita pepo L.), die Zucchini (Cucurbita pepo ssp. Pepo) sowie die Honigmelone (Cucumis melo L.) und die Wassermelone (Citrullus lanatus var. Lanatus Thunb. Matsum. et Nakal).
Beim Verzehr der gesunden Riesenbeere ist aber Vorsicht geboten:
Nicht jeder Kürbis ist genießbar!
Zierkürbisse enthalten Bitterstoff

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Zierkürbisse enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin. Dieser kann starke Magen-und Darmverstimmungen mit Erbrechen und Durchfall verursachen. Dieses Pflanzengift kann aber auch in sehr seltenen Fällen zu einer Lebensmittelvergiftung mit tödlichem Ausgang führen. Cucurbitacine sind Bitterstoffe, die hauptsächlich in der Familie der Kürbisgewächse und Braunwurzgewächse (z. B. Spitzwegerich) vorkommen. Chemisch gesehen gehört Cucurbitacin zu der Gruppe der tetrazyklischen Terpenoide, wobei es 40 verschiedene Cucurbitacine gibt, die natürlich vorkommen.
Diese Bitterstoffe schützen die Pflanze vor Insektenfraß und wirken gleichzeitig antagonistisch gegenüber Steroidhormonen von Insekten und hemmen so deren Entwicklung. In der Forschung werden gegenwärtig vor allem die Cucurbitacine B, D, E I und Q hinsichtlich ihrer antikanzerogenen Wirkung untersucht.

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Der Endverbraucher kann jedoch mit einer kleinen Kürbis-Kostprobe (roh) ganz einfach und schnell herausfinden, ob der Kürbis bitter schmeckt. Unbedenkliche Speisekürbisse sind nämlich neutral oder süßlich im Geschmack.
Vorsicht ist vor allem bei einem geschenkten Kürbis geboten oder wenn der Kürbis in einem Hobbygarten gewachsen ist. Da in vielen Gärten Speise- und Zierkürbisse dicht an dicht wachsen, kann es zu Kreuzungen kommen. Die Samen können dann im Folgejahr einen Kürbis mit Bitterstoff hervor bringen.
Bei Unsicherheit also immer testbeißen!
Katrin Pergher
Institut: LMS Pflanzliche LM
Ort: 6020, Technikerstrasse 70
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Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit