ERSTELLT: 12.04.2012

Was sind Importkontrollen und warum werden diese Kontrollen durchgeführt?

Erdbeeren zu Weihnachten, Orangen, Ananas, Mango und Bananen: Heutzutage ist es kein Problem, exotische Früchte und Obst und Gemüse generell praktisch zu jeder Jahreszeit genießen zu können. Dass diese Vorzüge auch Nachteile haben können, belegen Meldungen aus dem Europäischen Schnellwarnsystem: Sie betreffen Grenzwertüberschreitungen von Pflanzenschutzmitteln in Obst, Gemüse und frischen Kräutern, Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) in Pistazien und Erdnüssen sowie unerlaubte Farbstoffe in Gewürzen.

Die Konsequenz aus diesen Meldungen ist ein Beschluss der Europäischen Kommission, bestimmte Waren aus Drittländern vor der Einfuhr stichprobenartig zu untersuchen. Seit 2009 werden europaweit verstärkt Kontrollen zur Einhaltung der Lebensmittelsicherheit von importiertem Obst und Gemüse durchgeführt.

Bei manchen Waren bzw. Herkunftsländern, z. B. Spargelbohnen, Auberginen und Kohlgemüse aus Thailand, müssen 50 % der Importe kontrolliert werden.
Die Importware wird erst nach Vorliegen eines Untersuchungsergebnisses, das die Unbedenklichkeit der Produkte belegt, für die Einfuhr freigegeben. Sendungen, die nicht den strengen Anforderungen genügen, werden zurückgewiesen oder vernichtet.

Für die Kontrolle und Probennahme ist in Österreich die Veterinärgrenzkontrollstelle zuständig. Die GrenztierärztInnen übermitteln die Proben zur Untersuchung an die Institute und Kompetenzzentren der AGES.

Wo werden die Importkontrollen gezogen?

An den EU-Außengrenzen, z. B. in Häfen und Flughäfen, in denen Waren aus aller Welt nach Europa importiert werden. Die Häfen von Rotterdam und von Hamburg sowie die Flughäfen in Frankfurt und Brüssel sind die größten Eintrittspforten für Lebensmittel aus Drittländern. Auch am Flughafen Wien-Schwechat werden Lebensmittel nach Österreich bzw. in die Europäische Union importiert.

Was wird kontrolliert?

Bei Lebensmitteln nicht tierischen Ursprungs hauptsächlich Obst, Gemüse, Pistazien, Erdnüsse und Gewürze auf Pflanzenschutzmittelrückstände, Schimmelpilzgifte (Mykotoxine), unerlaubte Farbstoffe, Cadmium, Blei und Salmonellen.

Was ist der Nutzen für die VerbraucherInnen in Österreich?

Rechtsgrundlagen:

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Sonja Masselter

Institut: LMS Pflanzliche LM
Ort: 6020, Technikerstrasse 70
Dienstort: Innsbruck

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