Italienisch/Österreichische Zusammenarbeit zum Thema Koexistenz bei landwirtschaftlichen Kulturen

Unter dem Begriff „Koexistenz“ versteht man die Wahlfreiheit der Landwirte zwischen konventionellem oder ökologischem Anbau und dem Anbau genetisch veränderter Kulturen. Obwohl im Jahr 2008 der Anbau von gentechnisch verändertem Mais in der EU leicht zurückging - es wurde in sieben Mitgliedstaaten insgesamt ca. 108.000 ha angebaut* -– ist die Entwicklung von nationalen bzw. regionalen Koexistenzmaßnahmen nach wie vor ein vorrangiges Ziel innerhalb der Europäischen Union.

Anlässlich der seit einem Jahr bestehenden Zusammenarbeit von Vertretern Südtirols, Abteilung Landwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen unter der Leitung des zuständigen Landesrates Hans Berger, sowie der AGES, Bereich Landwirtschaft, zur Entwicklung eines Koexistenzplanes für Südtirol fand nun im Dezember 2008 in Bozen ein zweitägiges Treffen von technischen Experten und Juristen statt. An dieser Arbeitstagung nahmen auch Vertreter der Südtiroler Partnerregionen Toskana und Piemont teil - beide Regionen sind im europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen und haben kürzlich ebenso wie Südtirol mit der Ausarbeitung eines regionalen Koexistenzplanes begonnen. Es wurde über laufende Entwicklungen sowie aktuelle Studien berichtet und die vergleichbaren Agrarstrukturen und Ähnlichkeiten in den klimatischen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen machten einen intensiven fachlichen Gedankenaustausch möglich.

*(Quelle: www.transgen.de)

Kontakt:
DI Charlotte Leonhardt
Institut für Saatgut
+43 (0)5 05555 34800
charlotte.leonhardt@ages.at 

Saat- und Pflanzgut, Phytosanit

Institut: Saat- und Pflanzgut, Phytosanit
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien

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