
- Wühlmaus
Achtung Obstbauern
Der Bekämpfung der Wühlmaus (Arvicola terrestris), einem der gefährlichsten Schädlinge unserer Gärten und Obstanlagen, sollte gerade vor Beginn der Vegetationsruhe besondere Beachtung geschenkt werden. Schäden die durch die ununterbrochen Nagetätigkeit der Mäuse an den Wurzeln von Obst- und Ziergehölzen während der Wintermonate entstehen, können bis zum Totalausfall der Pflanzen führen.
Die verborgene Lebensweise der Tiere und ihre im Gegensatz zum Maulwurf unscheinbaren Verwühlungen erschweren das Auffinden der Gänge. Aus diesem Grunde sollte im Herbst bei in Obstanlagen vorgenommenen Pflegearbeiten besonders auf Verwühlungen, aufgeworfenen Grasnaben und welke Löwenzahnblätter geachtet werden. Beim Begehen der Baumreihen werden Wühlmausgänge oftmals durch Einsinken des unterwühlten Bodens wahrgenommen. Die aufgefundenen Wühlmausbaue sollten zur Bekämpfung der Wühlmäuse unverzüglich mit geeigneten Fallen (bayrische Wühlmausfalle) belegt oder begast (Phosphorwasserstoff, Kohlenmonoxid) werden. Auch das Auslegen von Giftködern (Zinkphosphid) durch Einsatz eines Wühlmauspfluges entlang der Baumreihen hilft, vorhandene Wühlmauspopulationen einzudämmen. Eine nachhaltige Bekämpfung der schädlichen Nager ist jedoch nur durch Kombination beider Maßnahmen und durch fortlaufende Kontrolle der Bestände möglich.
Auch die von nahegelegenen Feldrainen, Bracheflächen oder abgeräumten Feldern zuwandernden Feldmäuse (Microtus arvalis) können in Obst- und Gartenanlagen durch „Ringeln“ der Bäume enorme Schäden anrichten. Dabei wird von den Mäusen während der Vegetationsruhe das Kambium der Bäume an Wurzeln und Stämmen abgenagt und die Bäume vertrocknen.
Feldmausbaue sind anhand ihrer kreisrunden, offenen Ganglöcher und der in der Grasnabe gut sichtbaren Laufbahnen leicht erkennbar. Die Bekämpfung erfolgt mit zur Feldmausbekämpfung zugelassenem Giftweizen. Dabei werden die vorhandenen Gänge zugetreten und somit verschlossen. Befahrene Baue werden von den Mäusen nach kurzer Zeitspanne wieder geöffnet und können mit Giftweizen belegt werden. Die Wirksamkeit der Bekämpfung erfolgt durch erneuertes Verschließen der Baue mit Erde. Bleiben die Löcher verschlossen, war die Bekämpfungsmaßnahme erfolgreich. Ein breitflächiges Ausstreuen von Giftweizen ist aufgrund der Gefährdung von Wild- und Haustieren nicht zulässig.

- Wühlmausnest

- Verwühlstellen der Wühlmaus

- "Bayrische Falle"

- Wühlmauspfluggang

- Wühlmauspflug

- Wühlmauspfluggang
Nachhaltige Pflanzenproduktion
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