Die anhaltend kühle und feuchte Witterung begünstigt die Entwicklung der Blütenmonilia (Monilinia laxa).  Empfindliche Kulturen (v.a. Marille, Weichsel, ev. Kirsche) sollten im Erwerbsobstbau bzw. starkem Infektionsdruck durch Fungizidbehandlungen geschützt werden. Die üblichen Behandlung zu Beginn-, Haupt- und abgehende Blüte sollten gegebenenfalls durch eine weitere Behandlung ergänzt werden, um bei lang anhaltender Blühdauer alle Blühstadien abzudecken.
Die Behandlungen sind mit den zur Bekämpfung von Monilinia zugelassenen und im Handel zur Verfügung stehenden Pflanzenschutzmitteln durchzuführen (siehe dazu im Internet der AGES im Amtlichen Pflanzenschutzmittel-Register unter: www.ages.at und für die Integrierte Produktion (ÖPUL) in den IP-Listen des Lebensministeriums unter: www.landnet.at/article/archive/5197.

Auf den in den Anlagen verbliebenen Fruchtmumien, Blütenresten und abgestorbenen Zweigen vom Vorjahr werden Sporen gebildet, die bei feuchter Witterung diesjährige Blüten und Triebe infizieren können. Bei Niederschlägen zur Blütezeit muss daher mit Infektionen gerechnet werden, da der Pilz nur nasse Blüten befällt.

Eine Bekämpfung der Blütenmonilia reduziert auch spätere Monilia-Fruchtinfektionen.

AGES

Ort: 1220, Spargelfeldstraße 191
Dienstort: Wien

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