Birnblattsauger oder Birnblattfloh (Cacopsylla spp.)
Mit den wärmeren Tagen sind auch die ersten Birnblattsauger wieder unterwegs. Auf der Birne treten 3 verschiedene Birnblattsauger-Arten auf: Großer Birnblattsauger (Birnblattfloh) (Cacopsylla pyrisuga), Gemeiner Birnblattsauger (Cacopsylla pyri) und Gefleckter (Kleiner) Birnblattsauger (Cacopsylla pyricola). Mit Hilfe von Klopfproben kann ihr Auftreten festgestellt werden und durch visuelle Kontrollen die Eiablage.
Die Eiablage hat begonnen. In den Filz der jungen Blätter oder an Blatt- und Blütenstiele, nachdem die Birnblattsauger ihre Überwinterungsplätze verlassen haben. Je nach Witterung erscheinen ab Ende April bzw. innerhalb der ersten Maihälfte die Larven, die dicht zusammengedrängt an den Blattunterseiten, Blattstielen und Trieben sitzen, Pflanzensaft saugen und reichliche Mengen von flüssigem Kot („Honigtau“) ausscheiden.
Während der Große Birnblattsauger nur 1 Generation pro Jahr entwickelt und nur im Frühjahr von Bedeutung ist, bringen der Gemeine Birnblattsauger und der Kleine Birnblattsauger bis in den Spätsommer hinein noch mehrere Generationen hervor und beziehen dann erst im Herbst ihre Winterquartiere (meist in Rindenverstecken).
Bekämpfungsmaßnahmen:
Durch eine gründlich durchgeführte Austriebsspritzung wird ein Teil der am Stamm und an den Ästen überwinternden Blattflöhe vernichtet.
Zur gezielten Bekämpfung des Birnblattsaugers sind laufende Kontrollen des Schädlings bzw. seiner Schadsymptome notwendig. Entwicklungshemmende Präparate werden am besten während der Eiablage eingesetzt, larvizid wirkende Präparate ab dem Schlupf der Larven. Auf gute Benetzung ist zu achten, da die Tiere durch die starke Honigtaubildung geschützt sind. Es ist daher günstig, Behandlungen mit hohem Druck und erhöhter Brühenaufwandmenge bzw. nach starken Regenfällen, die den Honigtau teilweise abwaschen, durchzuführen. Stark befallene, noch weiche Triebe können in die Spritzbrühe getaucht werden; (ältere) stark geschädigte Triebe sind abzuschneiden und zu verbrennen. Die Insektizidbehandlungen sind mit den für diesen Zweck anerkannten registrierten Insektiziden durchzuführen (siehe Amtlicher Pflanzenschutzmittel-Register der AGES unter: http://www.infoland.at:7778/pls/psmv/pmgweb2$.Startup?z_user=www und für die Integrierte Produktion (ÖPUL) in den IP-Listen des Lebensministeriums unter: www.landnet.at/article/archive/5197).
Frühzeitige Behandlungen verhindern Schäden im Sommer. Bei den Pflanzenschutzmaßnahmen ist in den Birnanlagen aber auch auf die Schonung nützlicher (räuberischer) Blumenwanzen als wichtigster natürlicher Begrenzungsfaktor für Birnblattsauger besonders zu achten.
Nachhaltige Pflanzenproduktion
Institut: Nachhaltige Pflanzenproduktion
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Dienstort: Wien
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