An sonnigen Tagen bzw. Temperaturen ab etwa 10°C fliegen bereits die erwachsenen Käfer von ihren Überwinterungsquartieren in die Apfelanlagen zu den Apfelbäumen (und selten auch in Birnenanlagen), wo sie ihren Reifungsfraß durchführen und nach erfolgter Paarung die Eier in die Blütenknospen hinein ablegen. Die Zeit des Käfer-Reifungsfraßes ist der beste Behandlungstermin (meist im Grünknospenstadium). Die für diesen Zweck genehmigten Pflanzenschutzmittel sind dem Amtlichen Pflanzenschutzmittel-Register der AGES unter http://www.infoland.at:7778/pls/psmv/pmgweb2$.Startup?z_user=www und für die Integrierte Produktion (ÖPUL) den IP-Listen des Lebensministeriums unter www.landnet.at/article/archive/5197) zu entnehmen. Durch Abklopfen der Käfer von den Zweigen (z.B. auf eine helle Unterlage oder mit einem Klopftrichter) kann die Befallsstärke sowie die räumliche Verteilung des Befalls festgestellt werden. Die Käfer-Kontrollen und auch etwaige Behandlungsmaßnahmen sollten bevorzugt bei wärmerer Witterung erfolgen. Da der Apfelblütenstecher auch außerhalb der Anlage überwintert und im Frühjahr wieder in die Anlage einwandert, kann gegebenenfalls mit einer Behandlung der Randreihen ein ausreichender Bekämpfungserfolg erzielt werden (z.B. bei Anlagen in Waldnähe). Ein geringer Apfelblütenstecherbefall kann bei gutem Blütenansatz auch positive ausdünnende Wirkung haben.

Nachhaltige Pflanzenproduktion

Institut: Nachhaltige Pflanzenproduktion
Ort: 1220, Spargelfeldstrasse 191
Dienstort: Wien

Autor/Autorin kontaktieren
Weitere Artikel des Autors / der Autorin

Alle verwandten Inhalte anzeigen

Teilen |

Seite empfehlen

Senden Sie den Link zur aktuellen Seite an einen E-Mail Empfänger:

(Sie müssen die *gekennzeichneten Felder ausfüllen!)