Vibrio cholerae im Neusiedlersee ?!
Gemeinsam mit dem Land Burgenland hat die AGES am 11.8.2009 eine Informationsveranstaltung für Fachexperten/-innen, Labormediziner und Hygienepersonal zum Thema „Cholera“ in Österreich abgehalten. Als Gastredner konnte Banwarilal Sarkar vom indischen Cholera-Institut (ICMR) in Kalkutta gewonnen werden.

- Foto: Joachim Reidl (Uni Graz), Alexander Kirschner (MedUni Wien), Michaela Mann (AGES LMU), Banwarilal Sarkar (ICMR Kalkutta) und Franz Allerberger (AGES MED).
Die AGES konnte dabei die Ergebnisse der Forschungen mit der Medizinischen Universität Wien und dem indischen Cholera-Referenzlabor in Kalkutta vorstellen. Das Projekt zielte auf die Untersuchung und Beobachtung von Vibrio cholerae im burgenländischen Neusiedlersee ab. „Vibrio cholerae ist in Österreich insgesamt und im Neusiedlersee im Besonderen derzeit kein relevantes Problem. Der Nachweis einzelner Cholera-Stämme ist der Beweis dafür, dass unser Monitoring und unsere Analysen funktionieren, stellt aber keine ernsthafte, gesundheitliche Bedrohung dar. Im Zuge des Klimawandels könnte sich diese Situation allerdings ändern und dafür wollen wir vorbereitet sein“, betonte Prof. Franz Allerberger. Es wurde eine „Vernetzung“ der in Österreich an diesem Thema forschenden Institutionen hergestellt, um „für den Fall der Fälle“ gerüstet zu sein. „Aus heutiger Sicht ist es wahrscheinlicher in Österreich vom Blitz erschlagen zu werden, als sich im Land mit der asiatischen Cholera zu infizieren.“
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit













